06.12.2018


Weihnachtsmarkt: Augen auf, Taschen zu


Die Polizei warnt vor Dieben, die gerade in Menschenansammlungen und beim Weihnachtsshopping reiche Beute wittern.


Die Polizei ist in der Innenstadt präsent.    Foto:    Polizei/p

Die Polizei ist in der Innenstadt präsent. Foto: Polizei/p

 

Wilhelmshaven/jm - Punsch trinken, gebrannte Mandeln essen, nach Geschenken Ausschau halten: Für viele gehört ein Bummel über den Weihnachtsmarkt zur Adventszeit dazu. Wie in den vergangenen Jahren ist zeitgleich mit der Eröffnung die Polizeipräsenz in der Innenstadt erhöht worden.

Die Polizisten stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und sind an gelben Jacken oder Westen zu erkennen.

Die Präsenz soll Taschendiebe abschrecken, die bei Menschenansammlungen oft vorkommen. Die Taschendiebe suchen ganz gezielt die Enge auf den Märkten, da das unübersichtliche Gedränge ihnen gute Gelegenheit bietet, unbemerkt zuzuschlagen.

Die Polizei rät: Augen auf und Taschen zu. Sie weist auch darauf hin, dass das Vorgehen der Diebe unterschiedlich ist. Beliebt ist etwa der Drängel-Trick: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi „griffbereit“ anbietet.

Eine weitere Masche ist, die Kleidung des potenziellen Opfers „versehentlich“ mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen, um durch den anschließenden Reinigungsversuch vom Diebstahl der Wertsachen abzulenken. Die Polizei gibt folgende Tipps: Wer Opfer eines Diebstahls wird, soll sofort die Polizei informieren, auch über den Notruf 110. Es sollte nur so viel Bargeld mitgenommen werden, wie benötigt wird. Geld, Zahlungskarten, Papiere und andere Wertgegenstände sollten immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper getragen werden. Taschen sollten immer mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden. Bei Gedränge sollte verstärkt auf Wertsachen geachtet werden. Wer angerempelt wird, sollte grundsätzlich misstrauisch werden.

Sollte es doch zum Diebstahl einer Zahlungskarte gekommen sein, sollte diese sofort unter dem Sperrnotruf 116 116 gesperrt werden. Wenn sich die eigene Bank diesem Notruf nicht angeschlossen hat, sollte man sich direkt an das Kreditinstitut wenden. Um Debitkarten (girocard, früher EC-Karte) für das Lastschriftverfahren zu sperren, für die nur eine Unterschrift benötigt wird, muss die Polizei kontaktiert werden.

 

Mehr Informationen unter www.polizeiberatung.de