26.10.2019


Politiker müssen auf die Couch


Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena sitzten bequem und lassen sich mit Fragen löchern. Das haben sie beim Auftakt des Demokratie-Projekts "Wangerlandsofa" erlebt.


Bruder Franziskus befragte Landrat Sven Ambrosy und Wangerlands Bürgermeister  Björn Mühlena.    Foto:    Niemann

Bruder Franziskus befragte Landrat Sven Ambrosy und Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena. Foto: Niemann

 

Hooksiel/WAN - „Bestens ausgefragt“ fühlten sich Frieslands Landrat Sven Ambrosy und der Wangerländer Bürgermeister Björn Mühlena nach zwei Stunden auf dem roten Sofa. Sie waren die ersten Gäste auf dem „Wangerlandsofa“, einem Demokratie-Projekt, das in Wilhelmshaven in vergleichbarer Form bereits Publikumserfolge feierte (die WZ berichtete).

Wie dort war es auch hier Bruder Franziskus vom ökumenischen Rogate-Kloster St. Michael, der am Donnerstagabend als Moderator im Walter-Spitta-Haus in Hooksiel fungierte. Vor erfreulich vielen Besuchern ließ er seine Sofagäste zunächst das Wort „Demokratie“ alphabetisch durchdeklinieren. So spontan gefragt begann der Landrat mit „digital“ und der Bürgermeister mit „dringlich“, beides Begriffe, mit denen sie täglich intensiv zu tun haben.

Um so rein menschlicher dann der Buchstabe E: da betonte Ambrosy die Wichtigkeit von Empathie als Entscheider und Mühlena das Sich-einlassen auf Themen mit einer gewissen Muße. Nach Organisation und Offenheit befanden beide Hauptamtliche Konsens und Kreativität als unerlässlich. Was Ambrosy gerade auf kommunaler Ebene für unerlässlich findet, weshalb ihn auch Leute nerven, die stets nur erklären, was alles nicht geht.

Regionalität und Ruhe bei der Amtsausübung seien ebenso wichtig wie Anstrengung und Arbeit, denn: „Demokratie ist keine Staatsform für Weicheier.“

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Samstag, 26. Oktober 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.