Wilhelmshaven

06.09.2019


Voslapper Groden: Wildschweine zum Totalabschuss freigegeben


Wie viele Wildschweine sich aktuell im Voslapper Groden befinden, weiß niemand. Ende Oktober jedenfalls sollen es möglichst gar keine mehr sein!


Foto: DPA

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Von Lutz Rector
Wilhelmshaven - Eine neue Verfügung der Stadt gibt vor, dass das Naturschutzgebiet Voslapper Groden Süd bis Ende Oktober wildschweinfrei sein soll. Die Jagdpächter werden darin verpflichtet, einen Totalabschuss vorzunehmen.

Wegen der durch die Tiere verursachten Schäden eine nachvollziehbare Entscheidung, sagt Kreisjägermeister Heinz Weerda. Dass aber umzusetzen, sei eher Wunschdenken.

Zum einen sorgt das Schwarzwild in dem als europäisches Schutzgebiet ausgewiesenen Gelände für erhebliche Schäden. Zum anderen schwebt über den Tieren das Damoklesschwert der Schweinepest. „Sollte die sich dort ausbreiten, dann können wir den Hafen dicht machen“, stellte Ralf Kohlwes, Abteilungsleiter bei der Unteren Naturschutzbehörde, im Umweltausschuss unmissverständlich fest. Genau deshalb sei „die Totalentnahme bis zum 31. Oktober“ angeordnet worden. Sollte den Pächtern das nicht termingerecht gelingen, dürfte die Behörde zusätzliche Jäger in das betroffene Areal schicken.

Es sei völlig klar, dass der komplette Abschuss der Tiere - zunächst Keiler, dann Bachen - nicht von heute auf morgen gelingen kann. Gerade deshalb sei es wichtig, umgehend mit der Maßnahme zu beginnen. Zwar habe es kurz vor Fristende noch einen Einspruch (einstweiliger Rechtsschutz) gegen die Verordnung gegeben, doch habe die keinerlei aufschiebende Wirkung. Nur ein Gerichtsentscheid könnte für einen Stopp sorgen.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 6. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.