Wilhelmshaven

18.05.2019


Gespräch mit den Tierlehrern: So leben die Tiere im Zirkus Charles Knie


Die Fahrtzeiten zwischen den Tourneestandorten liegen meist bei rund 30 Minuten. Kritiker sind eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.


Raubtierlehrer Alexander Lacey mit einem seiner Tiger. Der Engländer arbeitet seit 25 Jahren mit Großkatzen.    WZ-Foto:    Lübbe

Raubtierlehrer Alexander Lacey mit einem seiner Tiger. Der Engländer arbeitet seit 25 Jahren mit Großkatzen. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Juliane Minow
Wilhelmshaven - Es ist ein Thema, das die Gemüter erhitzt: Tiere im Zirkus. Während die einen der Meinung sind, Löwe, Tiger und Co. gehören zum Zirkus dazu, protestieren andere genau deshalb gegen die Institution.

Auch der Besuch des Zirkus Charles Knie hat in der Jadestadt für kontroverse Diskussionen gesorgt. Aus diesem Grund hat die „Wilhelmshavener Zeitung“ einen Blick hinter die Kulissen geworfen, sich Gehege und Tiere angesehen und mit den Tierlehrern Alexander Lacey und Marek Jama gesprochen.

Es gibt Löwen, Tiger, Pferde, Rinder, Kamele, Lamas, Zebras, Strauße und Kängurus im Zirkus Charles Knie. „Was die Haltung angeht, machen wir die Regeln nicht selbst, sondern halten uns an Vorschriften“, erklärt Holger Fischer von der Geschäftsleitung. Das sind die Leitlinien für die Haltung von Tieren in Zirkusbetrieben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Veterinärbehörde stellt dem Zirkus eine Genehmigung aus.

Geregelt ist zum Beispiel, wie groß die Gehege sein müssen oder wie diese ausgestattet sind. „Bei den Tigern und Löwen haben wir zum Beispiel Kratzbäume, Bade- und Spielmöglichkeiten.“ Dem Zirkus gehe es nicht nur darum, Vorgaben zu erfüllen, sondern er bringt auch eigene Ideen ein: „Langeweile ist der natürliche Feind der Tiere“, so Fischer. Damit es den Tieren gut geht, müsse man sie beschäftigt halten.

Bei den Tieren im Zirkus handle es sich um Nachzuchten aus eigener Zucht. „Viele Leute haben heute noch das Bild im Kopf, dass wir durch Afrika laufen und Tiere einfangen“, so Fischer. „Aber: Ich war noch nie in Afrika und unsere Tiere auch nicht.“

Die Fahrtzeiten zwischen den Tourneestandorten liegen meist bei 20 bis 30 Minuten, höchstens bei eineinhalb Stunden beziehungsweise 150 Kilometern.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 18. Mai 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.