Benutzernamen vergessen?
 
Passwort vergessen?
 
Wozu anmelden?

Wilhelmshaven, Top-Thema, Aktuelles 2, Bundestagswahl 2017 - 25.08.2017


Wagenknecht fordert soziale Gerechtigkeit


Dr. Sahra Wagenknecht, zusammen mit  Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, sprach gestern vor einigen hundert Zuhörern auf einer Wahlkampfveranstaltung.   WZ-Foto:     Lübbe

Dr. Sahra Wagenknecht, zusammen mit Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, sprach am Donnerstag vor einigen hundert Zuhörern auf einer Wahlkampfveranstaltung. WZ-Foto: Lübbe

Vor großer Zuschauer-Kulisse umriss Dr. Sahra Wagenknecht am Donnerstag das politische Programm der Partei Die Linke. Überschrift: Mehr Gerechtigkeit schaffen.


 

Von Hartmut Siefken
Wilhelmshaven - Der Liedermacher Pablo Ardouin sang noch „Dat du min Leevsten büst“, da rauschten hinter der Bühne im Pumpwerk-Park drei schwere schwarze Limousinen heran. Die Dame im dunkelroten, eng geschnittenen Kleid entstieg dem Fonds und zog die Blicke und Smartphone-Fokussierungen auf sich.

Dr. Holger Onken, örtlicher Bundestagskandidat für die Linken, beeilte sich mit seiner kurzen Vorstellung, um dem politischen Publikumsliebling des Abends Platz zu machen. Dann schritt Sahra Wagenknecht auf die Bühne. In einer knappen Stunde zerpflückte die Linke in freier Rede die Politik der Großen Koalition - und die Grünen und FDP gleich mit. Von der AfD nahm sie keine Notiz. Die stets unterschwelligen Themen Außengrenzensicherung und Flüchtlingsintegration sparte sie aus.

Stattdessen sprach sie die Fluchtursachen an - Krieg und Terrorismus.
Innenpolitisch forderte sie sozialpolitische Gerechtigkeit, denn selbst nach einer Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft hätten 40 Prozent der Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren an Wohlstand verloren. Die Gründe dafür seien Leiharbeit, befristete Arbeitsverträge, Werkverträge. Sie machten die Arbeitnehmer gefügig. Leiharbeit und Befristungen gehörten verboten.