Vergünstigungen, Sammlerstück und einfach ansteckend schön: Mit dem Jade Pin ein Stück Heimat am Revers

 

Jedes Jahr gibt es zum „Wochenende an der Jade“ einen neuen Pin zum Anstecken. Eingeführt wurde dieser um das Stadtfest zu unterstützen.


Dennoch ist der Pin mehr als das: Der Anstecker dokumentiert die Verbundenheit Wilhelmshavens mit der Seefahrt und seiner maritimen Umgebung. In den letzten Jahren erfreuten sich die Pins immer größerer Beliebtheit und avancierten zu Sammlerstücken. Nicht wenige Besucher des „Wochenende an der Jade“ haben ihn als schönes Wilhelmshaven-Souvenier entdeckt und tragen ihn auch überregional als kleines Andenken an die Heimat am Revers. Oder um es dichterisch zu beschreiben: Mit dem Pin kann man „Wilhelmshaven am Busen“ tragen.


Warum? Weil er nicht nur ein einfacher Pin, sondern ein besonders filigran und bildhaft gestaltetes Kunstwerk ist. Jedes Jahr werden andere, meist maritime Themen aufgegriffen, die als Symbole Hinweise auf die Stadt an der Jade geben. Mal ist es ein Schiff, dann ein Leuchtturm... Liebevoll inszeniert sich die Stadt in diesen Ansteckern als moderne und doch traditionsreiche Hafenstadt. Auf allen Pins ist das Wilhelmshaven-Logo verewigt.


Zeit für uns, die Pins der vergangenen zehn Jahre zusammenzutragen und sie hier zu verewigen.

 

Übrigens: Die Ansteck-Pins können auch beim Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH (WTF, Banter Deich 2, Wilhelmshaven) und bei der Tourist-Info in den Nordseepassagen käuflich erworben werden – nicht nur der aktuelle,  sondern auch die Jade-Pins älterer Jahrgänge.

 


2003

Edel kommt er daher, der Pin vom „Wochenende an der Jade 2003“. Ein beiges Rechteck hebt sich vom silbernen Hintergrund ab. Darauf sind die Umrisse eines Dreimasters zu erkennen, an seiner Spitze weht eine rote Fahne. Ganz klar: Ein Schiff nimmt Kurs auf die Jadestadt und kündigt damit das maritime Stadtfest an. Überschrieben ist diese gleitende Fahrt durchs Wasser mit dem eleganten, blauen Schriftzug „Wochenende an der Jade 2003!“ Am unteren Ausschnitt des Bildes ist der damalige Sponsor des Fests aufgeführt und dort nicht schlecht platziert.


2004

Ganz ähnlich wie sein Vorgänger aus dem Vorjahr sieht der Jade-Pin vom „Wochenende an der Jade 2004“ aus und doch wirkt er ganz anders. Obwohl das Schiff und die Flagge geblieben ist: Die Farben Gold und Gelb machen viel aus. Was 2003 eher elegant und edel aussah, wirkt in der neuen Version  lässig und modern. Der Schriftzug „30. Wochenende an der Jade 2004!“ in einem hellen Orangeton trägt daran viel Anteil. Das Blau der Flagge aus diesem Jahr und das Logo des neuen Sponsors setzen einen farblichen Kontrast dazu. Eine wahre Goldmedaille zum Jubiläum.


2005

Die einfache Rechteckform weicht zugunsten eines plastischen Ausschnitts der drei Masten des Segelschiffes. Auch auf die kleine einfarbige Flagge wurde 2005 verzichtet: Die Segel sind dafür bunt: eines in blau, das mittlere in weiß und das hintere rot. Zusammen ergeben sie die französische Fahne, die Trikolore. Das Wochenende an der Jade 2005 stand somit ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und intensivierte die Städtepartnerschaft zwischen Wilhelmshaven und der Stadt Vichy in der Auvergne.


2006

Das Wochenende an der Jade als Brosche. Das Rechteck ist passé: Oval sind jetzt die Pins. Doch es bleibt beim dreimastigen Segelschiff, diesmal in den  Farben der deutschen Flagge, Schwarz-Rot-Gold. Und auch der Sponsor ist geblieben. Neu ist aber der Aufdruck „MarineStadt Wilhelmshaven“.


2007

Seit 2007 gibt es sie: Die Pins mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt und Umgebung. Und welches andere Bauwerk könnte wohl das erste in dieser Linie sein, wenn nicht die Kaiser-Wilhelm-Brücke? Doch nicht nur deshalb wählten die Organisatoren des Stadtfestes dieses Motiv: Im Jahr 2007 feierte die Brücke ihren 100. Geburtstag der Inbetriebnahme. Filigran sind ihre Bögen  zu erkennen. Aus einer seitlichen Perspektive steht sie dem Betrachter offen.
Was in der „ErlebnisStadt“ Wilhelmshaven in dunklem Blau erstrahlt, ist als Druck auf dem Jade Pin in der Kontrastfarbe Orange zu bewundern. Zu sehen ist auch die Heroldsfigur des Wilhelmshavener Stadtwappens: Ein kleiner, zierlicher „Rüstringer Friese“.


2008

So klein und doch so riesig: Zum Wochenende an der Jade stecken sich die Besucher ein Containerschiff der Triple E-Klasse ans Revers. Wilhelmshaven steht ganz im Zeichen des ambitionierten Projekts JadeWeserPort. Nach langer Verzögerung durch Gerichtsverfahren  begann der Bau des Tiefwasserhafens mit Containerterminal, der den Jadestädtern die wirtschaftliche Zukunft sichern soll. Erst 2013 ging das erste Containerschiff der neuen Größe vom Stapel einer südkoreanischen Werft. Aber die kleine Version wurde schon 2008 gern getragen. Ein hellblaues Containerschiff hat die Container mit den Aufdrucken „JadeWeserPort“, „Infobox“ und dem Stadt-Logo inklusive „Rüstringer Friesen“ geladen. Elegant wirkt das Schiff durch die schwungvoll angedeutete Welle unter dem Kiel.


2009

Wer am Südstrand steht, kann ihn sehen, wenn das Wetter mitspielt. Sein Licht reicht fast 40 Meter weit und weist seit 1909 die Schiffe rund um Wilhelmshaven, Dangast und Varel in die richtigen Bahnen: Der Arngaster Leuchtturm ist eigentlich 37 Meter hoch. 2009 ist er vor allem in der 2,5 Zentimeter-Version beliebt. Eine große dunkelblaue Welle umspült die Plattform des rot-weiß-roten Leuchtturms, der nach der Insel Arngast benannt wurde. Diese fiel 1905 einer Sturmflut zum Opfer. Bei Ebbe können  Wattwanderer noch Reste  alter Baumstümpfe der ehemaligen Insel erkennen. Der Jade-Pin erschien mit dem großen Aufdruck „Nordsee­Stadt Wilhelmshaven“.


2010

Wer Helgoland liebt, ist mit diesem Jade-Pin im richtigen Jahr. Einen Großsegler zeigt der Anstecker 2010. Eingeweihte nennen ihn  eine Bark. Dieses dunkle Segelschiff hat seine Fahrt durch die Jade aufgenommen.  Und wo geht es hin? Von Wilhelmshaven natürlich direkt nach Helgoland – das erkennen die Betrachter des Jade-Pins anhand der kleinen, aber auffälligen Fahne am Heck in den Helgoländer Farben: Längsstreifen in Grün, Rot und Weiß. Gezeigt wird damit die Verbundenheit Wilhelmshavens mit der Seefahrt und zur einzigen deutschen Hochseeinsel. Daraus spricht auch die Verbindung zwischen Tradition und Moderne: Auf der einen Seite stellen sich die Traditionssegler beim „Wochenende an der Jade“, etwa beim „Open Ship“, vor. Gleichzeitig wird der Bau des JadeWeserPorts vorangetrieben. So wird aus der Jadestadt eine moderne Hafenstadt.


2011

Der Pin aus dem Jahr 2011 zeigt das in Wilhelmshaven liegende Feuerschiff „Weser“. Es liegt  am Bontekai und wird von der  Segelkameradschaft Klaus Störtebeker gewartet. 1907 wurde es gebaut und sollte ursprünglich ein Drei-Mast-Segler werden. Nach unterschiedlichen Standorten in der Region wurde es 1981 wegen der hohen Unterhaltskosten als letztes Feuerschiff auf der Weser außer Dienst gestellt und ist seitdem als Museumsschiff mit Restaurant am Bontekai zu bewundern. </p><p>Der Pin zeigt das rote „Wunderwerk der Technik“, das zugleich im Herzen des „Wochenendes an der Jade“ liegt zwischen all den anderen großen und kleinen Schiffen, die anlegen, um am maritimen Charakter des Festes teilzuhaben.


2012

Der alte Voslapper Leuchtturm ist das Motiv des Jade-Pins 2012. Schwarz und weiß geringelt passt er sich jedem Kleidungsstück an. Der Vorgänger des heutigen Voslapper Leuchtturms stand seit 1907 im Voslapper Watt, maß ganze 26 Meter Höhe und war mehr als 13 Seemeilen weit zu sehen. Gerade nach den Kriegsjahren wurde er zu einem beliebten Ziel für Wattwanderungen.  Als er 1961 abgerissen wurde, blieben lediglich die vier Stahlfüße im Watt stehen, die das Bauwerk einst trugen. Noch heute sind die Überreste des alten Voslapper Leuchtturms am Außendeich des Voslapper Grodens, an der Straße „Am Tiefen Fahrwasser“, zu sehen. Wer sie nicht wahrnimmt, wird noch einmal mit einer Gedenktafel auf den „Alten Riesen“ hingewiesen. Die Erinnerung an den alten Voslapper Leuchtturm ist aber noch nicht verlöscht. Oder ist sie gerade durch den Jade Pin 2012 wieder zur neuen Blüte erlangt?


2013

2013 gibt es erstmals zwei Jade Pins. Diese gehören aber zusammen wie beim Schiff Steuerbord und Backbord: Der Künstler Ole West hat zwei Fahrwassertonnen gezeichnet, die nun als filigrane Anstecker für das „Wochenende an der Jade“ fungieren. Fahrwassertonnen sind Schifffahrtszeichen. Wer mit dem Schiff schon in einen Hafen eingelaufen ist, kennt die roten und grünen Masten, die im Schifffahrtsverkehr der Navigation dienen. Diese Tonnen stehen an den Hafeneingängen: Die Steuerbordseite (also die rechte) der einlaufenden Schiffe fährt an den grünen Fahrwassertonnen vorbei, die Backbordseite zeigt zu den Roten. So kann man zum diesjährigen „Wochenende an der Jade“ auch nur einen Pin erwerben, wenn man möchte: entweder die rote Tonne (mit der Aufschrift  „NordseeStadt Wilhelmshaven“) oder die grüne Tonne (mit der Aufschrift „HafenStadt Wilhelmshaven“). Wer aber als Ganzes durch das Stadtfest schlendern will, sollte sich für den Doppelpack entscheiden. Ein Vergleich der beiden ist angebracht, um die reichhaltigen Details, wie beispielsweise die unterschiedlichen Spitzen, wahrnehmen zu können. Egal ob grün oder rot: Die Vorteile des Jade-Pins sind dieselben.


2014

Der Dampftonnenleger "Kapitän Meyer" ist das Symbol des Jade Pins 2014. Grund ist die 2014 abgeschlossene Instantsetzung des historischen Schiffes - es gilt immerhin als eins der Wahrzeichen Wilhelmshavens.

Die "Kapitän Meyer" liegt am Bontekai und wird als Museumsschiff genutzt. Das einst dampfgetriebene Schiff wurde 1949/50 auf der Seebeck-Werft in Bremerhaven als Ersatz für die im Februar 1944 nach Minentreffern verloren gegangenen Tonnenleger Triton II und Wik gebaut und war der erste Neubau, der nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer deutschen Werft gebaut wurde. Namensgeber des Schiffes war der Kapitän des am 22. Februar 1944 im Lister Tief vor Sylt untergegangenen Tonnenlegers Wik. Bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahr 1983 wurde die "Kapitän Meyer" als Tonnenleger und Versorger für die in der Nordsee stationierten Feuerschiffe und die Insel Helgoland eingesetzt. Danach wurde es von der Segelkameradschaft Klaus Störtebeker in Wilhelmshaven übernommen und seither als Museumsschiff genutzt. Außerdem kann auf der "Kapitän Meyer" geheiratet werden.