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Festumzüge durch die Straßen der Stadt, wie hier durch die Grenzstraße, waren 1972 noch gang und gäbe. Foto: WZ-Bilddienst

 

Das Wochenende an der Jade blickt auf eine lange und erfolgreiche Veranstaltungshistorie zurück. Eine lange maritime Tradition und Geschichte treffen jeden Jahr in Wilhelmshaven zusammen, wenn hundertausend Menschen gemeinsam das Fest begehen. WZonline.de gibt einen Rückblick:

 

1950

Bereits 1950 wurde das Strandfest in der „grünen Stadt am Meer“ mit einem Abend besonderer Art als Höhepunkt der Badesaison gefeiert, der mit einem Großfeuerwerk auf See Tausende von Besuchern anlockte. Bis Mitte der 50er Jahre wurde der Abend beibehalten, um dann als „Ein Tag an der Jade“ weiter ausgebaut zu werden.

 

1965

Aufgrund von Baumaßnahmen war die Kaiser - Wilhelm - Brücke gesperrt und ein Teil der Feierlichkeiten, so auch die Eröffnung, fanden am Geniusstrand statt. Die Regatten der Segler und Kanuten waren von vielen Schaulustigen umlagert. Der 100. Stapellauf der Jadewerft brachte die größte Besucherzahl, die Wilhelmshaven bei einem solchen Anlass je erlebt hat. Initiator der Veranstaltung war das Kur- und Badeamt.

 

Mädchengruppe des Rad- und Kraftfahrerbundes "Solidarität", Ortsgruppe Schortens. Foto: WZ-Bilddienst

 

1966

Aus dem "Tag an der Jade" wurde das "Wochenende an der Jade" vom 12. bis 14. August 1966. An 3 Tagen wurde dem Besucher ein bunter Reigen von Veranstaltungen geboten. Ein Augen- und Ohrenschmaus war der Auftritt der „Aarhaus Pigegarde“ aus Dänemark. Unter anderem waren noch dabei das Marinemusikkorps „Nordsee“, die „New Oilport Jazz Fellows, eine Helgoländer Tanzgruppe und Wilhelmshavener Volkstanzkreise. Festlicher Höhepunkt war die Seglerwettfahrt rund um Helgoland.

 

1967

Ankündigung des WadJ vom 4. - 6. August 1967 durch giftgrüne Plakate. Der Präsident des Verwaltungsbezirks Oldenburg, Eduard Haßkamp, übernahm die Schirmherrschaft für das damalige Fest. Ein Highlight bei diesem Fest war mit Sicherheit das Fußballspiel zwischen einer Auswahl des Stadtrates und der Verwaltung gegen ein Journalistenteam der hiesigen Presse.

 

1968

Das WadJ vom 16. - 18. August 1968 stellte alle vorausgegangenen Wilhelmshavener Veranstaltungen dieser Art in den Schatten. Es fand ein buntes Rahmenprogramm rund um die Stadt Wilhelmshaven statt. Besonderer Höhepunkt war wohl der Auftritt der „Milwaukee Continental Youth Band“ aus den USA, die aus 130 Jungen und Mädchen bestanden. Erstmalig präsentierte sich im Marinestützpunkt Wilhelmshaven der „Schlicktown-Express“, den Angehörige des 2. Marinetransport- Bataillons mit viel Phantasie und Fleiß in ihren freien Stunden fertiggestellt hatten. Der Minizug fuhr am WadJ auf dem Heppenser Groden die Kinder umher. Am Abend konnten die Tanzwütigen zum Kurball in die Strandhalle, zum Jazz-Band-Ball im Schützenhof oder zum Sommernachtsball des Wilhelmshavener Ruderclubs im Bootshaus.

 

Die Wilhelmshavener Berufsfeuerwehr demonstrierte zum WadJ ihre Schlagkraft. Foto: WZ-Bilddienst

 

1969

Das WadJ vom 7. - 10. August 1969 stand ganz im Zeichen der Gäste aus Vichy/Frankreich. Das „Wochenende an der Jade 69“ begann schon am Abend mit einem großen Programm – das Gastspiel mit Heinz Erhard im Stadttheater lockte viele Besucher und auch der „Sommerabend in Rüstersiel“ fand großes Interesse. Besonders die „Majoretts“ aus Vichy hatten es den Rüstersielern angetan. Die Bundespost verkaufte zum ersten Mal einen Sonderstempel zum WadJ im dafür extra eingerichteten Sonderpostamt im Marinestützpunkt.

 

1970

Der niederländische Show-Master Rudi Carrell eröffnete das WadJ vom 14. - 16. August 1970 mit seiner "Rudi-Carrell-Show" im Stadttheater. Es wurde der erste Wilhelmshavener Flohmarkt organisiert und mit vollem Erfolg durchgeführt. Vereine, Verbände und viele mehr hatten am Sonnabend wieder ihre Türen für Interessierte geöffnet. Die Marine präsentierte ein großes Rahmenprogramm für Jung und Alt im Stützpunkt Heppenser Groden.

 

Der erste Flohmarkt in Wilhelmshaven auf dem Rathausplatz. Foto: WZ-Bilddienst

 

1971

Erstmalig wurde das WadJ vom 16. - 18. Juli 1971 von der Freizeit in Wilhelmshaven GmbH übernommen. Geschäftsführer Dieter Marx konnte zu recht mit seinem Programm zufrieden sein. Für jeden war etwas dabei, ob schmetternde Marschmusik, zünftiger Jazz, Folklore oder Beat - Musik. „Spiel mit Wim“ hieß die Parole für den Eröffnungstag am Freitag im Stadttheater. Wim Thoelke moderierte exklusiv für Wilhelmshavener im Stadttheater einen großen Quizabend, an dem 12 Bürger der Stadt Wilhelmshaven aktiv teilnehmen konnten. Ein „Bonbon für junge Leute“ war die NDR-Discothek mit Diskjockey Wolfgang Pretzer und dem unverwüstlichen Spielmeister Hans Rosenthal. Die Marine konnte sich wieder über 30.000 Besucher zum Tag der „offenen Tür“ im Stützpunkt Heppenser Groden freuen.

 

1972

Für das WadJ vom 14. - 17. Juli 1972 stellte die Freizeit GmbH ein buntes und attraktives Programm für die ganze Familie auf die Beine. Höhepunkte waren mit Sicherheit die Auftritte von Reinhard Mey und der Jazz-Group der Blue Lake International Band aus Michigan/ USA.

 

Wochenende an der Jade 1972

Spielmannszüge marschierten 1972 über den Rathausplatz. Foto: WZ-Bilddienst

 

1973

Beim WadJ vom 16. - 19. August 1973 wurde das Siedlerfest in Voslapp in das Gesamtprogramm mit einbezogen. Der Flohmarkt auf dem Rathausplatz mit dem Marktvogt Hans-Robert Helms von Radio Bremen war wieder fester Programmpunkt an dem damaligen Wochenende. Am Sonnabend gastierte der bekannte „Blaue Bock“ in Wilhelmshaven.

 

1974

Das WadJ vom 1. - 4. August 1974 schlug alle Besucherrekorde. An die 150.000 Menschen, darunter viele Nordseeurlauber aus nah und fern sowie Gäste aus dem Umland waren unterwegs. Sie bevölkerten Rathausplatz, Marinestützpunkt, Marinearsenal, Flugplatz Mariensiel und den Geniusstrand. Schirrmherr war 1974 Horst Milde, Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirkes Oldenburg.

 

1977: Tonnen von Sand auf dem Platz vor dem Cityhaus. Dies war die Kulisse für die Darbietungen der Gäste aus Ungarn. Ungarn war damals die Gastnation. Foto: WZ-Bilddienst

1980

Ungarn war zu Gast in Wilhelmshaven. Rund um das Rathaus stellten sich zum beispiel eine Kartenlegerin und eine Zigeunerkapelle vor. Beim Pumpwerk rockte die ungarische Heavy-Rock-Gruppe "Omega" ab. Eine Laser-Lichtskulptur des Düsseldorfer Fotografen Horst H. Baumann wurde in den Nachthimmel über dem rathaus projiziert.

 

1984

Zum ersten Mal wurde das Wochenende an der Jade zusammen mit dem 4. Jade-Surf-Festival als ein „Hafenfest“ gefeiert. Das Stadtfest wurde direkt an den Jadebusen verlegt, um damit dem äußeren Rahmen als Hafenstadt gerecht zu werden. 

 

1990

In diesem Jahr feierte die Partnerschaft mit Vichy den 25. Geburtstag. Während des Stadtfestes kam zum vierten Mal eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Partnerstädte Dunfermline (Schottland), Vichy (Frankreich) und Wilhelmshaven statt.

 

1995

In diesem Jahr war Irland zu Gast an der Jade. In hunderten Einzelaktionen stellte sich die grüne Insel den Wilhelmshavenern vor. Am Bontekai wurde in Irish pub unter freiem Himmel aufgebaut und viele irische (Folk-)Bands begeisterten mit ihre Musik.

 

1999

385.000 Gäste sollen in diesem Jahr das Wochenende an der Jade besucht haben. Es galt als Probelauf für die Expo am Meer. Unter anderem konnten die Besucher mit Hilfe eines Films erste Eindrücke der Unterwasserstation oceanis gewinnen, die im jahr 2000 eröffnet wurde.

 

2003

Ein Fest voller Neuheiten. Im Großen Hafen wurde der erste Jade-Drachenboot-Cup ausgetragen, rund um das Pumpwerk bauten historische Marktleute, Handwerker und Künstler zum ersten Mal ein Hexendorf auf und der WadJ-Pin wurde anstelle des alten Sympathiefähnchens eingeführt.

 

2007

Das Wochenende an der Jade stand diesmal im Zeichen zweier Jubiläen. Die Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde in diesem Jahr 100 Jahre alt, das Marinearsenal feierte 50. Geburtstag.

 


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