Wilhelmshaven

05.07.2016


WADJ 2017 ohne Marine?


Bislang sind die Marine und das Marinearsenal feste Bestandteile des "Wochenendes an der Jade". Ob das auch für die Zukunft gilt, ist unklar: Die neue Arbeitszeitverordnung bereitet Probleme.


Das Wochenende an der Jade ist mit einem Höhenfeuerwerk am Sonntag ausgeklungen. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Von Michael Halama und Hartmut Siefken

Wilhelmshaven - Die Marine und das Marinearsenal sind bislang feste Bestandteile des Wochenendes an der Jade. In welchem Maße das auch für die Zukunft gilt, muss aber neu justiert werden. Das wurde beim Abschlusspressegespräch deutlich, an dem auch der Kommandeur des Marinestützpunktkommandos, Fregattenkapitän Jörg-Harald Mandt, und der Leitende Arsenaldirektor Christoph Otten teilnahmen.

Der Marine bereitet die neue Arbeitszeitverordnung Probleme. Diese gilt seit Anfang des Jahres und sieht eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Stunden in der Woche im Grundbetrieb vor. Der Tag der Bundeswehr und das Wochenende an der Jade aber erfordern Überstunden, die das zur Verfügung stehende Zeitkontingent arg schröpfen, wie Mandt einräumte. Nichtsdestotrotz wolle man gern am Ball bleiben.

„Wir sind uns der Bedeutung unseres Beitrags für das Fest sehr bewusst. Doch wir  sehen auch, dass wir von Seiten des Personals zunehmend unter Druck geraten.“,  sagt Christoph Otten auf Anfrage der WZ. Mit Schließung des Arsenalbetriebes Kiel habe der Betrieb in Wilhelmshaven dessen Aufgaben ja mit übernommen.   Ab 2018 sei das Arsenal wegen des Neubaus der Werkstatthallen in weiten Teilen eine Baustelle – und das für viele Jahre.

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