Wilhelmshaven

08.02.2019


Wildschweine: Naturschutzbehörde empfiehlt härtere Maßnahmen


Der Jagdpächter kann den Schwarzkitteln im Voslapper Groden allein nicht beikommen. Auch die Taxigebühren waren Thema im Umweltausschuss.


Foto: Privat

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Von Michael Halama
Wilhelmshaven - Aufgefressene Eier und Brut, umgepflügte Böden: Der Wildschweinbestand im Naturschutzgebiet Voslapper Groden Süd ist für die geschützte Tier- und Pflanzenwelt dort eine Katastrophe. Das machte Ralf Kohlwes von der unteren Naturschutzbehörde der Stadt bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses Umwelt, Landwirtschaft und Brandschutz deutlich.

Ende vergangenen Monats sei das Ergebnis des beauftragten Monitorings vorgelegt worden. Demnach seien vom 1. April 2018 bis 2. Februar 45 Wildschweine geschossen worden, der Bestand im Vogelschutzgebiet werde derzeit auf 20 Tiere geschätzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Schweinen um eine natürliche Einwanderung halte, sei sehr gering. Am Aussehen einiger Tiere und am Verhalten der Population („um Futter betteln“) sei erkennbar, dass es sich um Tiere aus einer Zucht handelt. Die Empfehlung der Experten aus Hannover ist eindeutig: Die Wildschweine sind aus dem Voslapper Groden zu entnehmen. Angeraten sei in diesem Zusammenhang, erfahrene Berufsjäger zur Intensivierung der Jagd einzusetzen. Als letzte Option müsse auch der sogenannte Saufang in Erwägung gezogen werden: Dabei werden die Tiere mit Futter in eine Gatteranlage gelockt und dann erlegt.

 

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 8. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.