Wilhelmshaven

03.01.2018


Sorge um sicheren Schlaf


Die Atemmaske gilt als effektivstes Hilfsmittel. Krankenkassen achten bei der Versorgung jedoch zunehmend auf die Kosten.


Museumschef Josef Alexander Wirth präsentiert in seinem Schnarch-Museum im Ortsteil Langenholzen der Stadt Alfeld (Niedersachsen) Figuren mit ambulanten Schlafapnoe-Messsystemen. In der Ausstellung werden rund 300 Exponate zum Thema „Schnarchen" – inklusive therapeutischer Möglichkeiten gezeigt. DPA-Foto: Hollemann

Wilhelmshaven/gb - Schnarchen ist eine Volkskrankheit. Doch während der Anteil bei Jüngeren eher gering ist,   sind ab dem 65. Lebensjahr 40 bis 50 Prozent  der Menschen betroffen. Unregelmäßiges, lautes Schnarchen  ist allerdings nicht nur eine lästige Eigenschaft, sondern kann  auf ernst zu nehmende Atmungsstörungen hinweisen.

 Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, eine Schlafapnoe zu bekommen. 

Die am besten untersuchte Behandlung ist dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)  zufolge  eine sogenannte Atemwegs-Überdruck-Therapie (CPAP = continuous positive airway pressure). Dabei tragen Betroffene während des Schlafes eine Atemmaske, die die Nase umschließt. 

Allerdings macht die Versorgung mit den Atemmasken den Betroffenen Probleme. Schon 2014  hatte der Arbeitskreis Schlafapnoe im Verein Niedersächsischer Selbsthilfegruppen (ASN)  neue Vertragsgestaltungen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern kritisiert, die nach seiner Auffassung zu Lasten der Erkrankten gingen. 

Die Kritik richtete sich vor allem gegen Ausschreibungsverfahren, die darauf abzielen,  Kosten zu drücken  – mit der Folge,  dass der Patient ein Gerät von geringerer Qualität erhalte, das ihn auch spürbar schlechter versorgt. 

Aktuell führt die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Wilhelmshaven-Friesland eine Auseinandersetzung mit der Barmer. Beim nächsten  Gruppenabend am Dienstag, 9. Januar, um   19.30 Uhr in der Seniorenwohnanlage Lindenhof,  Siedlerweg 10 soll das Thema öffentlich behandelt werden. Dazu hat der Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, Reinhard Wagner,  auch einen Vertreter der Krankenkasse eingeladen.