Wilhelmshaven

07.03.2018


Rätsel gelöst: Wiederentdeckter Bunker war ein Süßwassertank


Das Bauwerk kam bei Abrissarbeiten auf der Wiesbadenbrücke zu Tage. Holger Raddatz bietet eine mögliche Erklärung für den Bunker.


Dieser Betonquader wurde bei Ausgrabungen gefunden. WZ-Leser Holger Raddatz vermutet, dass es sich um ein Fundament für einen Lastenkran  handeln könnte.    Foto:    Gerdes/p

Dieser Betonquader wurde bei Ausgrabungen gefunden. WZ-Leser Holger Raddatz vermutet, dass es sich um ein Fundament für einen Lastenkran handeln könnte. Foto: Gerdes/p

Ein Blick auf Wilhelmshaven mit der „Kohlezunge“ auf der Wiesbadenbrücke im Vordergrund. Die historische Aufnahme stammt wahrscheinlich aus den frühen 1920er-Jahren.    Foto:    WZ-Bilddienst

Ein Blick auf Wilhelmshaven mit der „Kohlezunge“ auf der Wiesbadenbrücke im Vordergrund. Die historische Aufnahme stammt wahrscheinlich aus den frühen 1920er-Jahren. Foto: WZ-Bilddienst

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven - Bei Abrissarbeiten auf der Wiesbadenbrücke, die bis Ende des Monats März andauern sollen, waren Betonquader gefunden worden. Die Wilhelmshavener Wohnungsbaugenossenschaft „Spar und Bau“ baut dort wie berichtet Wohnungen.

Unklar blieb, worum es sich bei den gefundenen Betonresten handeln könnte.

Nach Ansicht von WZ-Leser Holger Raddatz, der auch Bunkerexperte ist, könnte es sich um einen Süßwassertank zum Auffüllen der Kessel von Dampflokomotiven handeln. „Auf dem Tank beziehungsweise daneben auf dem massiven Betonquader wird sich ein Wasserkran zum Befüllen befunden haben“, mutmaßt Raddatz. Auf der Wiesbadenbrücke (die früher wegen des Umschlags von Kohle auch „Kohlezunge“ genannt wurde) sollen drei Schienenstränge verlegt gewesen sein. „Das besagte Objekt befand sich unmittelbar südlich des Nordschienenstranges. Der westlich anliegende massive Betonquader dürfte das Fundament eines aufgebauten Lastenkranes zum Be- und Entladen der dort anfahrenden Güterzüge dargestellt haben und auch den Sockel für den Wasserkran. Die Bauwerke werden schon lange vor 1939 errichtet worden sein“, schreibt Raddatz der WZ.

 

 





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