Wilhelmshaven

03.01.2018


Ohne die Masten durch den Winter


Die "Nordwind" liegt derzeit ohne ihre beiden Masten im Marinemuseum. Für das Sicherheitszeugnis muss das Boot gründlich überholt werden. Gesucht werden Besatzungsmitglieder.


Ohne Takelage bietet  der Traditionssegler „Nordwind“  - hier noch bei Bootsbau und Yachtservice Wilhelm am Nordhafen - einen ungewohnten Anblick.  Foto:    Hoch/p

Ohne Takelage bietet der Traditionssegler "Nordwind" - hier noch bei Bootsbau und Yachtservice Wilhelm am Nordhafen - einen ungewohnten Anblick. Foto: Hoch/p

 

Von Michael Halama
Wilhelmshaven - Einen ungewohnten Anblick bietet derzeit der Traditionssegler „Nordwind“ den Besuchern des Marinemuseums: Die beiden hölzernen Masten und übrige Takelage fehlen. „Alle paar Jahre muss das mal sein, um schadhafte Stellen zu ersetzen“, sagte Konteradmiral a.

D. Gottfried Hoch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsches Marinemuseum. „Bei der Nordwind sind diese Masten 1956 an Bord gekommen und 2001 zuletzt gezogen worden.“

Der Segler selbst war als sogenannter Kriegsfischkutter noch 1945 auf Kiel gelegt, aber erst ein Jahr später fertiggestellt worden. Nach einer Zeit beim Seegrenzschutz nutzte die Marine die „Nordwind“ von 1956 bis 2006 als Seemannschaftsschulboot. Seit November 2008 fährt der Traditionssegler nun schon beim Marinemuseum.

Die gezogenen Masten liegen seit Kurzem bei der Firma Bootsbau und Yachtservice Wilhelm am Nordhafen. Sie bestehen übrigens nicht aus einem massiven Baumstamm - das war nur bis Anfang des 20. Jahrhunderts üblich - sondern aus innen hohlen Holzprofilen. Das macht die Masten nicht nur stabiler, sondern bietet drinnen geschützten Platz für Kabel und Fallen.

Bevor die Saison für die „Nordwind“ wieder beginnt und es hinaus geht auf See, sucht das Marinemuseum allerdings weitere Besatzungsmitglieder für den Traditionssegler. „Bei den vielen Segelbegeisterten und pensionierten Seefahrern in Wilhelmshaven und Umgebung müssten sich doch ein paar Freiwillige finden, die gerne mit anpacken und zur See fahren wollen auf diesem schönen Segler“, so Gottfried Hoch. „Interessenten können sich einfach im Marinemuseum melden.“