Wilhelmshaven

24.01.2017


Geplante Sicherheitsrichtlinien für Traditionsschiffe Thema in Hannover und Berlin


Sicherheit muss auch auf Traditionsschiffen Vorrang haben, da sind sich alle einig. Kritiker halten den Entwurf des Berliner Verkehrsministeriums jedoch für unverhältnismäßig.


Veranstaltungen mit Traditionsseglern sind touristische Höhepunkte. Das gilt auch für den JadeWeserPort-Cup (oben 2016), bei dem jedes Jahr vor allem niederländische Kapitäne mit ihren Schiffen dabei sind.     WZ-Foto:    Bilddienst/Gabriel-Jürgens

Veranstaltungen mit Traditionsseglern sind touristische Höhepunkte. Das gilt auch für den JadeWeserPort-Cup (oben 2016), bei dem jedes Jahr vor allem niederländische Kapitäne mit ihren Schiffen dabei sind. WZ-Foto: Bilddienst/Gabriel-Jürgens

Von Michael Halama

Wilhelmshaven/Hannover/Berlin - Mit der geplanten neuen Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe sorgt das Bundesverkehrsministerium seit Monaten für reichlich Wind an der Küste. Kritiker fürchten ein Aus für etliche alte Schiffe an der Küste. Eine Anpassung des Entwurfs nach Auswertung von Stellungnahmen der Länder und Verbände hat daran nichts geändert.

Nun nimmt der Widerstand weiter Fahrt auf. So haben die SPD- und Grünen-Landtagsfraktionen in Hannover Interessenvertreter der Traditionsschifffahrt heute zu einer Anhörung eingeladen und wollen weiter Druck machen gegen die Verordnung. Fürs Marinemuseum und seine „Nordwind“ reist Konteradmiral a.D. Gottfried Hoch nach Hannover. „Bei allen Beteiligten herrscht große Unsicherheit“, sagt er. „Derzeit gehen wir davon aus, dass bis zum Ende der Saison 2018 Bestandsschutz für die ,Nordwind’ gilt.“