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Wilhelmshaven

03.11.2017


Freitagsgespräch: "Forschung ist Sache der Bürgergesellschaft"


Auch das Wilhelmshavener Meeresforschungsinstitut feiert 200 Jahre Senckenberg. Der Generaldirektor der naturforschenden Gesellschaft berichtet über Geschichte und Aufgaben.


Das Forschungsschiff „Senckenberg“ dient der küstennahen Meeresforschung. Der Frankfurter Arzt Johann Christian Senckenberg (1707 - 1772) gründete die Naturforschende Gesellschaft und legte eine naturwissenschaftliche Sammlung an.    WZ-Foto:    Siefken

Das Forschungsschiff "Senckenberg" dient der küstennahen Meeresforschung. Der Frankfurter Arzt Johann Christian Senckenberg (1707 - 1772) gründete die Naturforschende Gesellschaft und legte eine naturwissenschaftliche Sammlung an. WZ-Foto: Siefken

Von Hartmut Siefken

 

Prof. Dr. Dr. Volker Mosbrugger ist seit 2009 Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Forschungsschwerpunkte Mosbruggers liegen auf dem Gebiet der erdgeschichtlichen Umweltforschung, der Paläontologie.

Er wird zur Eröffnung der Ausstellung der Senckenberg-Meeresforscher im Wattenmeer-Besucherzentrum sprechen. Im „Freitagsgespräch“ mit der WZ berichtet er über Geschichte und Aufgaben der Forschungsgesellschaft.

 

WZ: Herr Prof. Dr. Dr. Mosbrugger, die Senckenberg-Gesellschaft feiert ihren 200. Geburtstag. Was hat zur späteren Gründung von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven geführt?

 

Mosbrugger: Senckenberg am Meer wurde 1928 durch Prof. Dr. Rudolf Richter, damals Leiter der geologischen Abteilung bei der Senckenberg-Gesellscchaft, gegründet, weil er die Sedimentation und Ökosysteme im Wattenmeer und in randmarinen Bereichen erforschen wollte, um so besser die geologischen Abfolgen und ihre Fossilien, zum Beispiel im Devon vor rund 400 Millionen Jahren besser verstehen wollte.

 

WZ: Was leistet das Wilhelmshavener Institut heute und wie ist dieses Institut in die Gemeinschaft der Senckenberg-Institute eingebunden?

 

Mosbrugger: Das Wilhelmshavener Institut mit seinen beiden Abteilungen „Meeresforschung“ und „Deutsches Zentrum für marine Biodiversitätsforschung“ betreibt gemeinsam mit der Abteilung „Marine Zoologie“ in Frankfurt die Meeresforschung bei Senckenberg. Mit seinen Schwerpunkten in der Erforschung der Biodiversität und Umweltverhältnisse der Tiefsee, der Kontinentalhänge mit den Kaltwasserkorallen, der Flachmeere wie der Nordsee und des Wattenmeeres besitzt Senckenberg am Meer ein Alleinstellungsmerkmal. Gegenstand der Forschung sind die Evolution und Ökologie mariner Organismen, die Dynamik mariner Lebensräume und die Auswirkungen des Klimawandels und der Fischerei auf diese.

 

Mehr Informationen rund um die Forschungseinrichtung gibt es unter www.senckenberg.de.

 

 






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