Wilhelmshaven

22.10.2015


Freistrahlverfahren gegen Blaualgen - Forscher legen Arbeit vor


Prof. Dr. Jürgen Michele und Prof. Dr.-Ing. Peter Lücking von der Jade Hochschule konnten die Wasserqualität durch den Einsatz des „Freistrahlverfahrens“ langfristig verbessern.


Diese Freistrahlanlage kam im Banter See zum Einsatz.       Foto:    Jade Hochschule/p

Diese Freistrahlanlage kam im Banter See zum Einsatz. Foto: Jade Hochschule/p

Wilhelmshaven/sg - Laut Bericht der Europäischen Umweltagentur für 2010 ist das Wasser in Europas Flüssen, Seen und an den Küsten sehr sauber. Im Banter See sieht das anders aus. Große Mengen von Cyanobakterien, oft „Blaualgen“ genannt, die dem Menschen gefährlich werden können, waren hier angesiedelt. Prof. Dr. Jürgen Michele und Prof. Dr.-Ing. Peter Lücking von der Jade Hochschule konnten die Wasserqualität durch den Einsatz des „Freistrahlverfahrens“ mit einer Durchmischung der Wasserschichten langfristig verbessern. Das teilte die Jade Hochschule nun mit. Seit 15 Jahren forschen die Professoren zu diesem Thema.

„Ohne Zirkulation im Gewässer sinkt ein Großteil der Algen zu Boden. Bei einer Hitzewelle kommt es in einem See zu einer stabilen Schichtenbildung. Die Zirkulation des Wassers ist dann stark eingeschränkt - der See droht „umzukippen“, erklärt Dr. Michele. „Das vorgeschlagene Freistrahlverfahren kann die Schichtung eines Sees destabilisieren, so dass das Plankton durchgemischt wird und wieder mehr Sauerstoff in die Tiefe des Gewässers gelangt.“ In den Projektjahren konnten auf diese Art 5400 Kilogramm Phosphor aus der Wassersäule entfernt und im Sediment abgelagert werden.