Wilhelmshaven

27.06.2015


Fregatte „Niedersachsen“ außer Dienst gestellt


Viele Ehemalige waren zur Außerdienststellung ins Arsenal gekommen. Innenminister Boris Pistorius setzt für die Zukunft auf ein weiteres Marineschiff mit dem Namen „Niedersachsen“.


Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (vorn, SPD) sind die „Niedersachsen“ und ihre Besatzung bei seinen regelmäßigen Besuchen ans Herz gewachsen.  Die Verbundenheit wurde in seiner Ansprache deutlich.   WZ-FOTO:    Lübbe

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (vorn, SPD) sind die „Niedersachsen“ und ihre Besatzung bei seinen regelmäßigen Besuchen ans Herz gewachsen. Die Verbundenheit wurde in seiner Ansprache deutlich. WZ-FOTO: Lübbe

 

Von Michael Halama

Wilhelmshaven - Für viele mag es nur eine weitere Außerdienststellung bei der Marine sein. Für alle, die auf dieser Fregatte gefahren sind, war es ein endgültiger Abschied von der zweiten Heimat.

Die „Niedersachsen“ wurde gestern nach über 32 Jahren im Dienst der Deutschen Marine in einem feierlichen Zeremoniell außer Dienst gestellt. Und das verfolgten die meisten Anwesenden eben mit einer gehörigen Portion Wehmut.

Unter ihnen auch Indienststellungskommandant Alfred Thomas und viele weitere ehemalige Kommandanten. „Was für ein trauriger Tag“, sagte z.B. Fregattenkapitän André Dirks, der das Schiff von 2007 bis 2010 geführt hat. „Bewegend“, so der knappe Kommentar von Hauptbootsmann Sven Härtel, letzter Decksmeister der „Niedersachsen“ und seit 13 Jahren an Bord. „Das ist ein schmerzlicher Moment für alle - vom Kommandanten bis zum jüngsten Matrosen“, sagte Fregattenkapitän Thorsten Marx in seiner Rede. „Der Zusammenhalt und die Bordgemeinschaft werden noch einmal sichtbar an diesem Tag.“ Der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders erinnerte an einige Höhepunkte aus der über 32-jährigen Geschichte der „Niedersachsen“. Taufpatin war seinerzeit übrigens die Mutter Ursula von der Leyens, der heutigen Verteidigungsministerin.