Wilhelmshaven

05.12.2009


Engpässe an Schnittstellen Straße/Schiene


Dere JadeWeserPort wird das Verkehrsaufkommen im Nordwesten deutlich erhöhen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens.   Von Martin Wein


newsimport

Mitarbeiter der AG JadeWeserPort konserviert Ankerpfähle vor der Verschalung. WZ-Foto: Lübbe

Oldenburg/Wilhelmshaven - „Die Verkehrsprobleme durch den Hinterlandverkehr vom und zum JadeWeserPort sind beherrschbar. Allerdings dürfen dazu die geplanten Infrastrukturmaßnahmen nicht auf die lange Bank geschoben werden“. Diese Auffassung vertrit Prof.

Dr. Reinhard Elsner vom Hochschul-Institut Logistik (HILOG) der Fachhochschulen Emden/Leer und der Jade Hochschule.

 

In einer unabhängigen Studie hat das Institut Auswirkungen zusätzlichen Güterverkehrs aus dem neuen Containerhafen simuliert. Gestern wurden die Ergebnisse in Oldenburg vorgestellt. Tenor: Vor allem an den Schnittstellen zwischen Straße und Schiene werde es zu merklichen Engpässen kommen.

 

Auf der Autobahn 29 rechnen die Logistik-Forscher mit 1060 zusätzlichen Lkw am Tag. Die Folge: eine deutliche Verlangsamung des Verkehrs, da sich auch Pkw-Fahrer überwiegend der Maximalgeschwindigkeit der Lkw 100 Stundenkilometern anpassen müssten. Stauprognosen im Berufsverkehr gibt es für die neue Anschlussstelle am Ende der A 29 und das Autobahnkreuz Wilhelmshaven.

 

Der Bahnverkehr wird sich auf der Strecke Wilhelmshaven- Oldenburg von acht Güterzügen auf 44 bzw. 60 am Tag erhöhen. Die geringere Zahl bezieht sich auf Langzügen mit rund 80 20-Fuß-Container. Da für diese rund 700 Meter langen Züge im Bahnhof Oldenburg nur ein Gleis ausgelegt sei, rechnen Elsner und sein Kollege Prof. Dr. Uwe Nehls eher mit mehr kürzeren Zügen. Zwingend sei ein zweigleisiger Ausbau der Strecke und eine vollständige Elektrifizierung.

 

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