Friesland

29.12.2017


Digitalisierung ist eine Daueraufgabe


Apps, Online-Führerschein und digitale Abläufe: Die Volksbankjever reagiert auf veränderte Erwartungen der Kundschaft.


Freuen sich über gute Aussichten: Der Vorstand der Volksbank Jever mit (von links) Martin Schadewald, Michael Engelbrecht (Vors.) und  Lambert Meyer.  WZ-Foto:    Lübbe

Freuen sich über gute Aussichten: Der Vorstand der Volksbank Jever mit (von links) Martin Schadewald, Michael Engelbrecht (Vors.) und Lambert Meyer. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Malte Kirchner
Jever - Digitalisierung ist eine Daueraufgabe. An seiner Einstellung zu den Veränderungen in der Bankenwelt lässt Michael Engelbrecht, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Jever, keinen Zweifel. Die jeversche Genossenschaftsbank hat nach seinen Worten mittlerweile eine dreigeteilte Kundschaft.

25 Prozent wollen mit dem „digitalen Kram“ weiterhin nichts zu tun haben. Der Anteil dieser Gruppe ist rückläufig. Gut 60 Prozent gelten als „hybride Kunden“: Sie nutzen die Vorteile stationärer Filialen und wollen trotzdem in den Genuss digitaler Errungenschaften wie Onlinebanking kommen. Und 15 Prozent wollen ihre Bankgeschäfte rein digital erledigen. Diese Gruppe wächst.

Für eine regional verwurzelte Bank, nach deren Selbstverständnis der persönliche Kontakt zum Kunden in einer Filiale eines der herausragenden Merkmale ist, stellt diese Veränderung eine Zäsur dar. Mitgliederorientierung und genossenschaftliche Identität will man im Wettbewerb mit Direktbanken aus dem Netz nicht opfern. Kurzum: Die Filialen stehen nicht zur Disposition. Digital „mitspielen“ wollen die Jeveraner aber trotzdem in der ersten Reihe.

Um dies zu gewährleisten, wurde in diesem Jahr am Schlossplatz eine Menge investiert und in die Wege geleitet. Eine neue Stelle für „digitalen Vertrieb und Kommunikation“ wurde geschaffen, wie Vorstandsmitglied Martin Schadewald erläutert. 200 Mitarbeiter absolvierten den „Online-Führerschein“. Interne Abläufe wurden angepasst und digitalisiert.