Wilhelmshaven

03.01.2018


Das Wilhelmshavener Wetter 2017: Zu mild, viel zu nass, trüb und stürmisch


Allein in der Nacht zum 30. Juli prasselten im Stadtnorden bei gewittrigem Starkregen 60,2 Millimeter Regen vom Himmel. Im Oktober gab es viele Stürme.


Sturmtief „Sebastian“ war eine der Unwetterlagen, die viele Keller in Wilhelmshaven volllaufen ließen. WZ-Foto: Bilddienst/Gabriel-Jürgens

Sturmtief "Sebastian" im September war eine der Unwetterlagen, die viele Keller in Wilhelmshaven volllaufen ließen. WZ-Foto: Bilddienst/Gabriel-Jürgens

 

Von Michael Dittmann

Wilhelmshaven - Zu mild und erheblich zu nass - so lässt sich die Witterung im Berichtsjahr 2017 in Wilhelmshaven kurz und bündig charakterisieren. Es wurde insgesamt 1089,6 Millimeter Niederschlag registriert.

Damit ist rund ein Drittel mehr Niederschlag gefallen als nach dem langjährigen Schnitt zu erwarten gewesen wäre. Wie man im Diagramm gut erkennen kann, gestaltete sich besonders die zweite Jahreshälfte durchweg erheblich zu nass.

Trockene Abschnitte waren meist nur von kurzer Dauer. Das Jahressoll des Niederschlags war bereits am 7. Oktober vollständig erfüllt. Ein Blick in die Wetterhistorie belegt, dass einzig das Jahr 1998 mit 1166 Millimetern Niederschlag noch ein wenig nasser war. Sehr zum Leidwesen aller Feriengäste und Daheimgebliebenen fiel der Sommer praktisch ins Wasser. Mit 179,5 Millimetern war der Juli mehr als doppelt so nass wie normal üblich und zugleich der nasseste Monat im Berichtsjahr. Allein in der Nacht zum 30. Juli prasselten im Stadtnorden bei gewittrigem Starkregen 60,2 Millimeter Regen vom Himmel. Keller liefen voller Wasser.

Der meteorologische Sommer - die Monate Juni, Juli und August umfassend - war mit 384,7 Millimetern so nass wie seit 1960 nicht mehr. Ein stabiles Sommerhoch bildete sich leider nicht. Es wurden in der Jadestadt im gesamten Sommer lediglich zehn Sommertage mit Temperaturen von mindestens 25,0 Grad registriert.