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Wilhelmshaven

04.04.2018


Schlachthofgelände: Politiker pochen auf Denkmalschutz


Die SPD West richtet einen Appell an die Stadt: Sünden wie der Abriss der Südzentrale dürfen sich nicht wiederholen. CDU/WBV-Sprecher Hellwig regt einen Rückkauf an.


Geschichte zum Anfassen? Die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthof-Gelände sind schon jetzt in sehr schlechtem Zustand. Die Verbrauchermarkt-Investoren wollen eines davon abreißen und das andere sanieren.    WZ-Foto:    Abeldt

Geschichte zum Anfassen? Die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthof-Gelände sind schon jetzt in sehr schlechtem Zustand. Die Verbrauchermarkt-Investoren wollen eines davon abreißen und das andere sanieren. WZ-Foto: Abeldt

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Klinkerbauten auf dem ehemaligen Schlachthofgelände sollen erhalten bleiben. Das fordert der SPD-Ortsverein West. Und auch der Sprecher der CDU/WBV-Gruppe im Rat der Stadt, Stephan Hellwig (CDU), vertritt die Ansicht, das die Investoren des geplanten Verbrauchermarktes sich an geltendes Recht zu halten hätten.

„So lange wie der Rat nichts anderes beschließt, heißt das, dass beide Gebäude zu erhalten sind.“

Für die Verbrauchermarkt-Investoren stellt eines der Gebäude ein Problem dar. Es stünde genau vor dem Eingang zu einem der Geschäfte. Obwohl für den Verbrauchermarkt selbst, der auf dem Areal der ehemaligen Bushalle entstehen soll, eine Baugenehmigung als sicher gilt, könnte der Klinkerbau das gesamte Projekt verhindern - es sei denn, der Rat der Stadt ändert den Bebauungsplan und ermöglicht so den Abbruch des Gebäudes. Das zweite Denkmal soll nach den Plänen der Investoren ohnehin saniert und dauerhaft genutzt werden.

Die SPD West fordert die zuständigen Akteure bei der Stadt auf, sich für den Erhalt beider denkmalgeschützter Gebäude auf dem Schlachthof-Gelände einzusetzen. „Die wenigen Baudenkmäler, die den Bombenhagel des letzten Weltkrieges und die Bausünden der Nachkriegszeit überlebt haben, sind unbedingt zu erhalten.“ Die Gebäude seien „Wilhelmshavener Geschichte zum Anfassen“ und könnten, entsprechend hergerichtet, ein Anziehungspunkt für Touristen sein. Sinnvoll wäre es, so Ratsherr Detlef Schön, „eng mit dem Verein zum Erhalt Wilhelmshavener Baukultur zusammenzuarbeiten. Hier sitzen Fachleute und engagierte Bürger, die sich das Ziel gesetzt haben, erhaltenswerte Gebäude in Wilhelmshaven zu erhalten.“ Sünden wie der Abriss der ehemaligen Südzentrale dürften sich nicht wiederholen.

 

 


Lesen Sie den vollständigen Artikel in der "Wilhelmshavener Zeitung"
Digitale Ausgabe: WZ vom 04.04.2018
Kurzbeschreibung:

Rat setzt auf Burgfrieden mit Oberbürgermeister Andreas Wagner +++ Bahnhofsvorplatz in Schortens soll neu gestaltet werden +++ Großes Interesse an Fahrrad-Versteigerung in Jever
Seitenzahl: 32
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