Sport

12.06.2019


"Teepott" und ein E-Bike halten jung


Remmer Schrage ist seit 1971 beim KSV Sande. Der Verein ist das zweite Zuhause des 76-Jährigen. Als Bootswart war der ehemalige Motorenwärter des Marinearsenals die Idealbesetzung.


Der 79-jährige Sanderbuscher Remmer Schrage ist ein lebendes Denkmal im Kanu- und Segelverein Sande.  Foto:    Lehmann

Der 79-jährige Sanderbuscher Remmer Schrage ist ein lebendes Denkmal im Kanu- und Segelverein Sande. Foto: Lehmann

 

Von Manfred Lehmann

Sanderbusch - Was haben die Maade, Harle und Jade mit Donau, Rhein und Spree gemein? Die Antwort fällt dem Sanderbuscher Remmer Schrage wohl am leichtesten. Auf allen diesen kleinen und großen Flüssen und noch rund 70 anderen war er in den vergangenen 48 Jahren schon als Paddler unterwegs.

Dabei legte er laut seinen gewissenhaft geführten Aufzeichnungen rund 27 000 Kilometer im nassen Element zurück. Weit mehr als ein halber Umfang der Erde, und es sollen in Kürze noch mehr werden.

Gerade war der 76-Jährige erst wieder auf einer „Herrentour“ auf der Weser von Hannoversch Münden bis Rinteln. Stolze 167 Kilometer für einen, der 2017 erst zwei neue Herzklappen eingesetzt bekam. „Aber meine Freunde vom Kanu- und Segelverein Sande haben mich nicht zu Hause gelassen“, sagt er und lobt die hervorragende Kameradschaft unter den Paddlern des Klubs, dem er 1971, drei Jahre nach dessen Gründung, beigetreten ist und der seitdem sein zweites Zuhause ist. „Ich brauchte unterwegs kein Boot zu schleppen und hatte im Zweier einen starken Hintermann.“

Der in Carolinensiel Gebürtige folgte im Alter von 14 Jahren seinen Eltern nach Sanderbusch, dem Heimathafen ihres Binnenschiffes „Friesenland“, mit dem sie bis 1969 auf Flüssen und Kanälen in Westdeutschland und darüber hinaus mit Fracht unterwegs waren. Mit dabei Sohn Remmer, der wegen seiner unsteten Aufenthaltsorte von der Berufsschule befreit war, in Emden und Leer bei den Wasser- und Schifffahrtsämtern aber Prüfungen als Schiffsführer und Maschinist ablegen musste, um seine Berufsausbildung nachzuweisen. Plötzlich wurde er eines Tages vom Vater entlassen, weil der sein Schiff verkauft hatte und in den Ruhestand ging. Als Motorenwärter beim Marinearsenal fand Remmer sofort einen neuen Job bis zum beruflichen Ende.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 12. Juni 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.