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Sport

12.10.2017


Bahnensterben und Mitgliederschwund


In Wilhelmshaven kann nur noch im "Kreuzelwerk" und im "L'Orient" gekegelt werden. Acht Bahnen stehen nach dem Besitzerwechsel in "Leiner Landhotel" in Sande zur Verfügung. Der MTV Jever verliert seine Trainingsstätte.


Abschied von den Kegelbahnen im Tsing Tau in Jever müssen die Sportkegler des MTV Jever nehmen. Die grünen Anläufe wurden bereits abgerissen, der Rest der Anlage mit seinen acht Bahnen folgt.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Abschied von den Kegelbahnen im Tsing Tau in Jever müssen die Sportkegler des MTV Jever nehmen. Die grünen Anläufe wurden bereits abgerissen, der Rest der Anlage mit seinen acht Bahnen folgt. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Martin Münzberger

Wilhelmshaven/Jever - Wenn in diesen Tagen die Kegelbahnen im Tsing Tau in Jever abgerissen werden, dann passt das Aus für die Sportkegler des MTV Jever, die sich jetzt eine neue Bleibe suchen müssen, ins Bild des großen Bahnensterbens im Niedersachsen.

Gleichzeitig gehen die schwieriger werdenden Rahmenbedingungen für die Sportart mit einem steten Mitgliederschwund einher. „Wir verlieren jedes Jahr rund zehn Prozent“, sagt Dieter Sebastian (Wilhelmshaven), 1. Sportwart des Keglerverbandes Niedersachsen.

Die Jeveraner absolvierten am vergangenen Freitag ihr letztes Training auf den Heimbahnen, die für Hella Tadken-Taddicken mehr als 40 Jahre lang das zweite Zuhause waren. „Als ich im Mitte Juni, zwei Tage vor den deutschen Meisterschaften, vom Aus gehört habe, musste ich erst einmal eine Runde heulen.“
Zu den letzten Bahnen in Wilhelmshaven zählen unter anderem die Anlagen im "Kreuzelwerk". Natürlich gibt es für den Gesellschaftssport weitere Bahnen in Wilhelmshaven, beispielsweise im "Rüstersieler Hof", im "L'Orient" und in weiteren gastronomischen Betrieben und Veranstaltungshäusern, doch diese Bahnen sind in den seltensten Fällen für offizielle Punkt- und Turnierspiele nutzbar.