Wilhelmshaven

13.02.2019


Wer zahlt bei kranken Kindern?


Hat ein Kind Fieber oder ist merklich schlapp, gehört es nicht in die Kita. Welche Rechte Eltern haben, die dann zu Hause bleiben müssen.


Hat ein Kind Fieber, gehört es ins Bett und nicht in die Kindertagesstätte. Berufstätige Eltern stellt das immer wieder vor Herausforderungen.      DPA-Foto:     Pleul

Hat ein Kind Fieber, gehört es ins Bett und nicht in die Kindertagesstätte. Berufstätige Eltern stellt das immer wieder vor Herausforderungen. DPA-Foto: Pleul

 

Von Meike Hinze
Wilhelmshaven - Plötzlich kommt der Anruf aus dem Kindergarten: Der Vierjährige hat Fieber, muss abgeholt werden. Für berufstätige Eltern ist das oft eine unangenehme Situation. Natürlich möchten sie so schnell wie möglich zu ihrem Kind.

Und trotzdem bleibt das komische Gefühl, die Kollegen hängen zu lassen. Rechtlich ist die Situation sehr viel einfacher: Eltern haben das Recht, sich für die Betreuung des kranken Nachwuchses freistellen zu lassen.

Geregelt ist das im Sozialgesetzbuch. Zehn Tage stehen jedem Elternteil im Kalenderjahr zu. Das macht insgesamt 20 Tage, die ein Kind unter zwölf Jahren zu Hause betreut werden kann. Bei mehr als zwei Kindern sind es bis zu 25 Arbeitstage pro Elternteil, für Alleinerziehende gelten jeweils doppelt so viele Tage - also pro Kind und Jahr 20 Tage beziehungsweise bei mehreren Kindern bis zu 50 Tage.

Wohlgemerkt: Während dieser Tage ist keine Lohnfortzahlung garantiert. Arbeitsgeber sind laut Bundesgesetzbuch zwar dazu angehalten, verpflichtet sind sie aber nicht. In vielen Arbeitsverträgen gibt es eigene Regelungen - von gar keinem bis zu vollen zehn Tagen.

Zahlt der Arbeitgeber nicht, haben gesetzlich Krankenversicherte für zehn Tage pro Kalenderjahr Anspruch auf Krankengeld.

 

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 13. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.