Wilhelmshaven

17.03.2018


Prozess gegen Niels H. in der Weser-Ems-Halle


Der Verhandlungsort wurde gewählt, weil bereits 120 Nebenkläger und 17 Vertreter ihre Teilnahme angemeldet haben.


Der ehemalige Krankenpfleger Niels H. versteckt sein Gesicht hinter einem Aktendeckel, während er am 12.02.2015 auf der Anklagebank des Landgerichts in Oldenburg (Niedersachsen) sitzt.  DPA-Foto: Wagner

Der ehemalige Krankenpfleger Niels H. versteckt sein Gesicht hinter einem Aktendeckel, während er am 12.02.2015 auf der Anklagebank des Landgerichts in Oldenburg (Niedersachsen) sitzt. DPA-Foto: Wagner

 

Oldenburg/Wilhelmshaven/ga - Die Eckdaten für den neuerlichen Prozess gegen den mutmaßlichen Massenmörder Niels H. stehen fest. Das Landgericht Oldenburg hat die Anklage der Staatsanwaltschaft Oldenburg zugelassen und damit das Hauptverfahren eröffnet.

Die Anklagebehörde wirft dem bereits wegen sechsfachen Mordes verurteilten ehemaligen Krankenpfleger - wie berichtet - vor, weitere 97 Patienten ermordet zu haben.

Als erster Prozesstag wurde der 30. Oktober festgelegt. Bis Mai 2019 sind insgesamt 24 Verhandlungstermine vorgemerkt. Die Verhandlung findet in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg statt, da nach bisherigem Stand bereits 120 Nebenkläger und 17 Nebenklägervertreter ihr Teilnahme angemeldet haben. Zudem wird ein großes Interesse der Öffentlichkeit erwartet.

Dem gebürtigen Wilhelmshavener H. wird vorgeworfen, in Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst, in denen er bis 2005 als Pfleger arbeitete, seinen Opfern verschiedene Medikamente und Stoffe verabreicht zu haben, um sie in Lebensgefahr zu bringen. Unter anderem habe er damit seinen Kollgen und Vorgesetzten seine Fähigkeiten im Bereich der Reanimation präsentieren wollen.