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Friesland

12.01.2018


Polizei nimmt "falschen Polizisten" fest


Eine Bankangestellte bewegte die 78-Jährige aus Zetel dazu, die echte Polizei zu verständigen. Der Täter wurde festgenommen, die Dame erhielt ihre Wertsachen zurück.


DPA-Foto: Stratenschulte

Zetel/sun - Eine 78-jährige Zetelerin wurde am Montag, 8. Januar, zum Opfer eines Trickbetrugs. Doch der Betrüger, der sich als Polizist ausgab, flog auf und wurde am Dienstag vorläufig festgenommen. Die Seniorin erhielt die Beute - Schmuck und Bargeld - zurück. 

Bei der Seniorin klingelte zu Beginn der Woche das Telefon.

Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus. Nach mehreren Telefonaten überzeugte er die Frau, Bargeld und Goldschmuck aus ihrem Haushalt zusammen zu suchen. Sie wurde davon überzeugt, dass die Polizei nun auf ihre Wertsachen Acht geben würde. Gemäß der Forderung des Anrufers hängte sie eine Tasche mit den Wertgegenständen von außen an ihre Haustür. Kurz darauf war die Tasche verschwunden.

Direkt am Dienstag folgte ein weiterer Anruf. Die Betrüger rieten der Dame, auch ihr verbleibendes Geld von der Bank zu holen um es in die "sicheren Hände der Polizei" zu übergeben.

Eine aufmerksame Bankangestellte überrede die Seniorin dazu, zur echten Polizei zu gehen und die Anrufer anzuzeigen. Die Beamten führten umfangreiche Ermittlungen durch und konnten noch am selben Tag einen der Täter ermitteln und vorläufig festnehmen.
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete eine Durchsuchung an. Die Beamten stellten das Geld und den Schmuck der Seniorin sicher. Somit ist ihr kein Schaden entstanden. 
Der mutmaßliche Täter, ein 19-Jähriger, stammt aus dem Raum Bremen.


"Zuletzt haben wir am Montag eine Mitteilung veröffentlicht, so dass die Bankangestellte aufmerksam wurde und glücklicherweise sofort die Polizei einschaltete", lobt Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland das Verhalten der Frau.
Die Polizei gibt weitere Hinweise: Die echten Beamten würden niemals am Telefon nach Wertgegenständen fragen oder Gegenstände - erst recht keine Wertsachen - ohne persönliches Erscheinen, ohne Quittung und ohne Vorzeigen eines Dienstausweises abholen. Ein solches Vorgehen weist eindeutig auf kriminelle Machenschaften hin.

Die dreisten Täter sitzen in der Regel im Ausland. Verborgen hinter scheinbar offiziellen Telefonnummern, die auf dem Display verfälscht werden, nehmen sie telefonisch Kontakt auf. Durch die Verfälschung kann man sie nicht zurückrufen.
Sie nutzen geschickte Fragen, um persönliche Informationen und Daten über die finanzielle Situation der Senioren zu erhalten. "Bestehen Zweifel, rufen Sie immer die richtige Polizei an!", appeliert Papenroth.






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