Blick in die Welt

12.10.2018


Lebensgefährlich: Landwirt wirft achtlos mit scharfer Granate


Der Mann bewirtschaftete gerade seinen Kartoffelacker in der Nähe von Westerstede, als das Relikt aus dem zweiten Weltkrieg auf dem Lesetisch seines Roders auftauchte.


DPA-Foto: Pleul

Westerstede/sun - Das hätte tödlich ausgehen können: Ein Landwirt sammelte bei der Kartoffelernte in der Nähe von Westerstede eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg ein und warf das Sprengmittel beiseite. Später kam heraus: Das Kriegsgerät war scharf.

Der Vorfall ereignete sich am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr auf einem Kartoffelacker in Hollwegerfeld in der Nähe von Westerstede. Der Mann, der aus dem Emsland stammt, hat den Acker dort gepachtet und fuhr gerade mit seinem Kartoffelroder die Ernte ein. 

Zwischen den Knollen tauchte plötzlich eine alte Granate auf dem Lesetisch auf. Wie andere unbrauchbare Dinge nahm der Bauer die Granate in die Hand und warf sie achtlos auf dem Acker. Erst als Experten sich das Stück näher anschauten wurde deutlich: Dieser Wurf hätte tödliche Folgen haben können. 

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst stellte fest: Der Zünder war bereits aktiviert, die Granate hätte bereits in direkter Nähe des Landwirtes hochgehen können. Nachdem die Experten die Granate in Augenschein nahmen, führten sie eine kontrollierte Sprengung durch.

 

Die Polizeiinspektion Oldenburg warnt zu diesem Anlass davor, Munitionsreste und ähnliche Gegenstände nicht anzufassen oder zu bewegen. Jede Verlagerung könne dazu führen, dass ein solcher gefährlicher Blindgänger direkt explodiert. In solchen Fällen muss der Gefahrenbereich sofort verlassen, der Gegenstand liegen gelassen und die Polizei über den Notruf informiert werden.