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Wilhelmshaven

13.01.2018


Ganz einfacher Weg zu sicherem Passwort


Das Thema Datenklau ist ständig präsent. Oft wenden sich Geschädigte an die Polizei. Um sich ein Passwort zu merken, baut man mit einem Satz eine Eselsbrücke.


Immer mehr Firmen oder Privatpersonen werden Opfer von Datenklau und Hackern. Wichtig sind sichere Passwörter. DPA-Foto: Warnecke

Immer mehr Firmen oder Privatpersonen werden Opfer von Datenklau und Hackern. Wichtig sind sichere Passwörter. DPA-Foto: Warnecke

 

Von Maik Michalski
Wilhelmshaven/Friesland - Im weltweiten Netz fliegen Daten hin und her. Eine Grundregel beim Umgang mit privaten Daten im Netz sollte sein, dass man sparsam, achtsam und vorsichtig mit seinen Daten, mit den online eingestellten Informationen und den eingesetzten Passwörtern umgeht.

Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass sich Datenklau prinzipiell nie verhindern lässt.

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland nimmt auf Anfrage der WZ die steigende Zahl der Versuche von Datenklau zum Anlass, um Tipps zur Passwortsicherheit zu geben.

„Wer ein zu simples Passwort wählt beziehungsweise dieses sogar an andere weitergibt, öffnet Kriminellen Tür und Tor“, so Robin Jeratsch, Sachbearbeiter im Team Cybercrime der Polizeiinspektion.

Er schildert seine Erfahrungen mit den Gesprächen der Geschädigten, die sich hilfesuchend an die Polizei wenden. Jeratsch: „Obwohl die Passwortsicherheit oberste Priorität genießen sollte, sind viele Computeranwender auf diesem Gebiet leider immer noch sehr leichtsinnig.“

Sichere Passwörter seien im digitalen Zeitalter einer der wichtigsten Sicherheitsaspekte, um Daten zu schützen.

„Ein gutes Passwort verringert zumindest die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches, selbst Opfer von Cyberkriminellen zu werden“, sagt Jeratsch und ergänzt, dass ohne ein sicheres Passwort die persönlichen Daten schnell in falsche Hände fallen können.

Neben den Daten von Online-Shops und Marktplätzen können dann zum Beispiel auch die Fotos auf der Datenwolke („Cloud“) betroffen sein.

Die Polizeiinspektion gibt Tipps, wie man Passwörter sicher gestaltet: Passwörter sollten auf keinen Fall einen Bezug zum privaten Umfeld haben oder einfach im Duden zu finden sein.

Sie sollten eine Kombination aus nicht zusammenhängenden Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sein

„Die Bildung eines Satzes kann eine Eselsbrücke sein“ so der Tipp von Jeratsch. Zum Beispiel bildet man einen Satz, die Anfangsbuchstaben in Groß- und Kleinschreibung ergeben dann das Passwort.

Beispiel: Team Cybercrime erklärt sichere Passwörter 110 - Passwort: TCesP#110.

Um für jede Webseite ein eigenes Passwort zu haben, kann man viele Sätze bilden, oder einfach noch einen Teil der Webseite einbinden. Dazu nutzt man einfach einige Buchstaben der Webseitenadresse und fügt diese dem Passwort an beliebiger Stelle bei.

Beispiel: www.polizei.de - Passwort: TCesP#110-POL

Einen weiteren Schutz bietet die sogenannte Zwei-Stufen-Verifizierung die durch immer mehr Diensteanbieter angeboten wird. Diese ist in der Regel in den Sicherheitseinstellungen zu finden. Dabei wird bei jeder Anmeldung ein Code erfragt, welcher beispielsweise dem Accountinhaber via SMS zugesandt wird.

„Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass das Passwort nur so sicher ist, wie die Person, die es verwaltet“, ergänzt Jeratsch und warnt davor, Passwörter weiterzugeben.

Zum Abschluss noch folgender Tipp: „Immer Webseiten nur über eigenen Browser und niemals über einen Link (zum Beispiel in einer E-Mail) öffnen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Passwörter abgefangen werden. Jeratsch: „Eigentlich ist ein sicheres Passwort - ganz einfach!“ Mehr Informationen unter https://www.polizei-praevention.de/home.html, www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/