Wilhelmshaven

15.02.2017


Engie-Konzern prüft weitere Investition


Neben dem Kohlekraftwerk könnte ein Projekt für Erneuerbare Energien entstehen. Auch der Betrieb des Engie-Kraftwerks soll optimiert werden.


Das Kohlekraftwerk der Engie-Gruppe (früher GDF Suez) produziert seit 2013 Strom. Seither werden die Betriebs- und Produktionsprozesse  weiter optimiert.   WZ-Foto:    Lübbe

Das Kohlekraftwerk der Engie-Gruppe (früher GDF Suez) produziert seit 2013 Strom. Seither werden die Betriebs- und Produktionsprozesse weiter optimiert. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Es gehört mit einem Wirkungsgrad von 46 Prozent zu den modernsten und saubersten Kohlekraftwerken der Welt. Ob die Eigentümer des 2013 ans Netz gegangenen Stromerzeugers mit ihrer Milliarden-Investition jemals glücklich werden, steht dennoch in den Sternen.

Der Grund: Die Energiewende. Mit Blick auf den Klimawandel haben erneuerbare Energien wie Windstrom oder Sonnenenergie auf dem Weg zum Verbraucher Vorfahrt. Früher konnten Kohlekraftwerk-Betreiber mit einer jährlichen Betriebszeit von über 8000 Stunden bei Volllast im Jahr kalkulieren.

„Wir rechnen in diesem Jahr zwar mit einer ähnlichen Betriebszeit, allerdings müssen wir davon ausgehen, dass wir dabei nicht immer auf Hochtouren laufen können“, sagte der Geschäftsführer des Engie Kraftwerkes Wilhelmshaven, Jeroen Schaafsma.

Den Betrieb von Kohlekraftwerken sieht der Diplom-Chemiker als Teil der Energiewende. Möglichst moderne Anlagen müssten in den nächsten Jahren, vielleicht Jahrzehnten, den Strombedarf in jenen Zeiten decken, in denen kein Wind weht und die Sonne nicht scheint.