Wilhelmshaven

11.10.2019


Ein Zeichen gegen den Hass


Auf dem Synagogenplatz gedachten an die 200 Bürger der Opfer des Attentäters von Halle. Was man gegen Terror und Rechtsextremismus tun kann.


An die 200 Menschen gedachten gestern Abend in Wilhelmshaven den beiden Opfern eines Attentäters, der am Mittwoch in Halle (Saale) ein Attentat auf die dortige Synagoge geplant hatte.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

An die 200 Menschen gedachten gestern Abend in Wilhelmshaven den beiden Opfern eines Attentäters, der am Mittwoch in Halle (Saale) ein Attentat auf die dortige Synagoge geplant hatte. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Menschen aus Wilhelmshaven und dem Landkreis Friesland haben gestern Abend ein Zeichen gegen den Terror und für Solidarität gesetzt. „Der Anschlag in Halle ist ein Angriff auf uns alle, auf unser Leben und unsere Demokratie“, sagte der Initiator der spontanen Gedenkfeier, Br.

Franziskus vom Rogate-Kloster Sankt Michael.

Dem spontanen, im wesentlichen über die sozialen Medien verbreiteten Aufruf von Br. Franziskus und dem ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven waren an die 200 Bürger gefolgt. Sie gedachten der beiden Opfer des mutmaßlich rechtsextremistischen Attentäters, der am Mittwoch, an Jom Kippur, dem jüdischen „Tag der Versöhnung“, einen Anschlag auf eine Synagoge geplant hatte, aber an der Sicherheitstür des Gotteshauses scheiterte.

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Frieslands Landrat Sven Ambrosy warnte davor, dass in Deutschland etwas kippe, wenn demokratische Politiker angegriffen und Andersgläubige getötet werden. Dem müssten sich Gesellschaft und Staat entgegenstellen. Das Grundgesetz sei das Fundament einer wehrhaften Demokratie. Ambrosy: „Nationalsozialismus und Antisemismus sind Verbrechen - und keine Meinungsfreiheit.“

Des weiteren sprachen die Pastoren Frank Morgenstern, Thorsten Harland und Rainer Claus auf der Veranstaltung, die von Klezmermusik umrahmt wurde. Die Zuhörer standen dabei auf dem Grundriss der einstigen Wilhelmshavener Synagoge, die in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 von Nationalsozialisten abgebrannt wurde.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Freitag, 11. Oktober 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.