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Sport

01.08.2012


Das neue Leben nach der großen Bühne


Jaroslaw Frackowiak spielte sieben Jahre für den WHV. Ex-Spieler treffen am Sonnabend auf den aktuellen Drittliga-Kader.


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Sieben Jahre lang - von der Regionalliga bis zur 1. Bundesliga - lief Jaroslaw Frackowiak im Trikot des Wilhelmshavener HV auf. Am Sonnabend ist er einer der „Ehemaligen“, die um 17 Uhr in der Nordfrost-Arena gegen den derzeitigen Drittligisten antreten.     WZ-FOTO:    Lübbe

Sieben Jahre lang - von der Regionalliga bis zur 1. Bundesliga - lief Jaroslaw Frackowiak im Trikot des Wilhelmshavener HV auf. Am Sonnabend ist er einer der "Ehemaligen", die um 17 Uhr in der Nordfrost-Arena gegen den derzeitigen Drittligisten antreten. WZ-FOTO: Lübbe

 

Von Martin Münzberger

Wilhelmshaven - Über Segen und Fluch des Internets lässt sich leidlich diskutieren. Unbestritten dürfte es aber sein, dass es Spaß machen kann, den einen oder anderen Zeitgenossen einmal durch eine Suchmaschine zu jagen und der Vielfalt oder des Irrsinns der Ergebnisse zu harren.

 

Beim ehemaligen WHV-Handballer Jaroslaw Frackowiak zum Beispielt ist gleich der erste „Treffer“ ein schönes Beispiel dafür. Eine Autogrammkarte von TUSEM Essen „Nummer 200“ unklaren Jahrgangs wird da für 1,99 Euro bei einem Internet-Auktionshaus angeboten - und auch der 42-Jährige Wilhelmshavener scheint sich über den jungen Mann, der da von 1993 bis 1996 für den Handball-Erstligisten auflief, zu amüsieren.

 

Die gute alte Zeit: interessante Haarschnitte, geschmackvolle Trikots, gemeinsam vergossener Schweiß - das wird nicht nur bei Jaroslaw Frackowiak ein Thema sein, der zu jenen Ehemaligen zählt, die am Sonnabend um 17 Uhr in der Nordfrost-Arena - bei freiem Eintritt - gegen die aktuelle Drittliga-Mannschaft des Wilhelmshavener HV antreten. Nur ein Gerücht ist es in diesem Zusammenhang, dass der 35-fache ehemalige polnische Nationalspieler nach einer rund zweijährigen Sportabstinenz deshalb seit Wochen wieder Jogging-Runden ums Einfamilienhaus dreht. „Damit habe ich schon angefangen, bevor mich WHV-Manager Dieter Koopmann angerufen hat. Man fühlt sich einfach besser, wenn man sich ein bisschen bewegt. Aber lange fand ich es blöd, alleine zu trainieren. Du sagst Dir: Vielleicht am nächsten Tag - und dann ist ein Jahr vorbei.“

 

Ein schönes Stichwort: Im Zeitraffer sieht die Karriere des zweimal am Kreuzband operierten Rückraumspielers, der schon in Polen in eine auf Sport ausgerichteten Schule ging und mit 18 Jahren seinen ersten Profivertrag unterschrieb, in seinen Deutschland-Kapiteln wie folgt aus: 1993 Wechsel zu TUSEM Essen, 1996 bis 1998 VfL Fredenbeck, 1998 bis 2005 WHV, 2005/2006 HSG Wilhelmshaven, 2007/2008 Trainer der SG Schortens.

 

Hinter den nackten Zahlen gibt es viele Geschichten, zu wenige davon sind für die Zeitung bestimmt, über etliche dürfte am Sonnabend rund um das Spiel geredet werden. Vielleicht auch über die Zeit danach - für Profis oft ein schwieriges Thema. „Kaum einer ist auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Die wenigsten machen sich darüber während ihrer aktiven Zeit Gedanken. Man muss aber auch sagen: Es gibt im Alltag kaum Zeit dazu. Dein Leben richtest du nach dem Trainingsplan und dem Spielplan ein.“

 

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.