Wilhelmshaven

11.04.2018


Bunker soll als Markenzeichen erhalten bleiben


Der Arbeitskreis Bunker in Wilhelmshaven und Umkreis wird in die Planungen mit einbezogen. Einige bauliche Veränderungen am Bunker werden allerdings zwingend notwendig sein.


Holger Raddatz (von links) und Peter Hopp vom Arbeitskreis Bunker in Wilhelmshaven und Umland mit Michael Eske von GGS vor dem Schriftzug „Banter Ruine“, der erhalten bleiben soll.   WZ-Foto:    Lübbe

Holger Raddatz (von links) und Peter Hopp vom Arbeitskreis Bunker in Wilhelmshaven und Umland mit Michael Eske von GGS vor dem Schriftzug "Banter Ruine", der erhalten bleiben soll. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Meike Hinze
Wilhelmshaven - 75 Jahre ist es her, dass an der heutigen Jadeallee schweres Gerät aufgefahren wurde: Der Truppenbunker vom Typ 750 wurde gebaut und im Herbst 1943 seiner Bestimmung übergeben. Während der Angriffe auf Wilhelmshaven bot der Marinebunker in der ersten Zeit nur Soldaten Schutz, ein öffentlicher Bunker befand sich in gut 200 Metern Entfernung auf der Wiesbadenbrücke.

„Erst Ende 1944 wurde er auch für die Zivilgesellschaft geöffnet“, sagt Holger Raddatz vom Arbeitskreis Bunker in Wilhelmshaven und Umkreis.

Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Peter Hopp steht Raddatz vor dem Bauwerk, das wie berichtet in den Neubau des Trilateralen Wattenmeerzentrums integriert werden soll. Ein Vorschlag wurde bei einem Architektenwettbewerb bereits ausgewählt, die eigentlichen Planungen beginnen im Juni, Baubeginn ist vermutlich in einem Jahr. Vorher möchte der Arbeitskreis noch einmal deutlich machen, dass der Bunker auch tatsächlich so gut wie möglich erhalten bleibt. Ein Problem wird das offenbar nicht: Michael Eske vom Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven (GGS) betont beim Vor-Ort-Termin, dass genau dieses Ziel fest in der Ausschreibung verankert war: „Der Bunker bleibt nicht unangetastet, aber wir wollen ihn so wenig wie möglich verändern.“

Eine Sorge von Raddatz: Die vier Wasserspeier an den Ecken des Bunkers könnten dem Neubau weichen. „Die werden wir erhalten“, versichert Eske. Auch der Schriftzug „Banter Ruine“, der an der Vorderseite prangt, soll bleiben. „Er beschreibt das Areal und passt perfekt.“