Wilhelmshaven

25.06.2019


Badeunfall am Banter See: Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung


Die schwerverletzte 16-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Hannover gebracht. Die Betroffenen und deren Eltern wurden noch am Abend von Notfallseelsorgern betreut.


WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Wilhelmshaven/sun - Nach dem Badeunfall am Banter See hat die Polizei routinemäßig Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen drei Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. 

Wie in einer Erstmeldung am Montagabend mitgeteilt wurde, wurde die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven gegen 16.

40 Uhr über den Badeunfall alarmiert.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen war eine Dreijährige (in der Erstmeldung wurde ein Alter von vier Jahren angegeben) mit einem aufblasbaren Schwimmring auf den Banter See abgetrieben worden. Zwei Jugendliche (16 und 17) und ein neunjähriges Kind haben daraufhin versucht, die Dreijährige zu retten. Alle Beteiligten kommen aus Wilhelmshaven
Die Berufsfeuerwehr wurde zur Wasserrettung alarmiert. Eine Besatzung des Einsatzbootes fuhr zu den Kindern und Jugendlichen und konnte alle vier retten.
Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es beim Hineinziehen der Personen zu einem Unfall. Die 16-Jährige, die Schwester der Dreijährigen, geriet mit einem Bein in die Schiffsschraube des Rettungsbootes und wurde schwerverletzt.

Die Jugendliche wurde noch am Abend mit einem Rettungshubschrauber nach Hannover transportiert, die anderen Kinder und Jugendlichen in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Die 16-Jährige befindet sich nicht in Lebensgefahr, jedoch weiterhin zur Behandlung in einem Krankenhaus in Hannover. Die anderen drei wurden inzwischen wieder aus dem krankenhaus entlassen.
Die Betroffenen und deren Eltern wurden noch am Abend von Notfallseelsorgern betreut.

Das Rettungsboot wurde untersucht. Dabei konnte keine Fehlfunktion festgestellt werden.