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12.11.2013


Abschied: Gotteshäuser werden entweiht


Langfristig wird die katholische Gemeinde nur noch in drei von derzeit neun Kirchen Gottesdienst feiern. Fünf Kirchen werden in den nächsten Wochen entweiht und geschlossen.


Am kommenden Sonnabend und Sonntag werden die Wilhelmshavener Kirchen Stella Maris, St. Ansgar und St. Michael in den Gottesdiensten entweiht. Am darauffolgenden Sonnabend folgt die Profanierung der Kirche St. Josef in Roffhausen.          WZ-FOTOs:    Knothe

Am kommenden Sonnabend und Sonntag werden die Wilhelmshavener Kirchen Stella Maris, St. Ansgar und St. Michael in den Gottesdiensten entweiht. Am darauffolgenden Sonnabend folgt die Profanierung der Kirche St. Josef in Roffhausen. WZ-FOTOs: Knothe

 

Von Ursula Grosse Bockhorn

Wilhelmshaven - Für viele Katholiken in Wilhelmshaven bedeutet das kommende Wochenende (16. und 17. November) einen schmerzhaften Einschnitt: In den Filialkirchen Stella Maris in Voslapp (Sonnabend um 18.30), St. Michael an der Freiligrathstraße (Sonntag um 9.45 Uhr) und St. Ansgar in Aldenburg (Sonntag um 11 Uhr) wird zum letzten Mal Gottesdienst gefeiert. Zugleich wird in den Gottesdiensten die Entweihung, auch Profanierung genannt, vollzogen. Am darauffolgenden Sonnabend, 23. November, um 19 Uhr müssen die Katholiken in Roffhausen Abschied von ihrer Kirche St. Josef nehmen. Und am zweiten Adventssonnabend um 17 Uhr wird die letzte Vorabendmesse in der Kirche St. Peter an der Schellingstraße gefeiert.

In den Gottesdiensten wird das Bischöfliche Dekret verlesen, dass die Entwidmung der jeweiligen Kirche amtlich verfügt. In Gebeten werde dann an das kirchliche Leben in dem Gebäude erinnert, erläutert Dechant Andreas Bolten den Ablauf. Das Allerheiligste und die im Altar verwahrten Reliquien werden am Schluss des Gottesdienstes aus der Kirche herausgetragen. Sie werden anschließend an einen würdigen Ort gebracht. Die Reliquien aus allen Kirchen werden dem Bischof übergeben, der bzw. dessen Vorgänger sie bei der Weihe in die Kirche gebracht hat. Die Osterkirche wird in der Kirche bleiben. An ihr werden die Hoffnungslichter entzündet, die die Gläubigen mit nach Hause nehmen können.

Dechant Bolten ist sich bewusst, wie schmerzlich der Abschied für die Filialgemeinden ist. Viele Gläubige verlieren den Ort, an dem sie oder ihre Kinder getauft wurden, an dem sie geheiratet haben, der ihnen und ihre Familien Heimat war. Er und das Seelsorgeteam hätten in den vergangenen Jahren versucht, den Menschen zuzuhören und den Übergang zu erleichtern.

 

 





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