Logo WZonline


Wilhelmshaven

05.06.2010


Zeichen gegen Rechts setzen


Beim Aktionstag am 12. Juni sorgt ein buntes Fest für eine klare Botschaft: "Fremdenhass und Rechtradikalismus? Nicht mit uns!"


Die Organisatoren des Aktionstages (von links) Michael Reckers vom Orange, Reent Froehlich vom Pumpwerk, DGB-Gewerkschaftssekretärin Dorothee Jürgensen sowie Stephanie Sommer von der Jugendorganisation der Linken (Solid), Pumpwerk-Mitarbeiter Lukas Osterkamp und Tim Sommer (Die Linke). WZ-Foto: Lübbe

Von Stephan Giesers


Wilhelmshaven - Friedlich, laut und bunt soll es werden. Ein Familienfest mit deutlicher Botschaft: Fremdenhass und Rechtsradikalismus? Nicht mit uns!“

 

Zum zweiten Mal veranstaltet das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts einen antifaschistischen Aktionstag am Pumpwerk.

Die Organisatoren wollen am Sonnabend, 12. Juni, mit Informationen, Musik und Mitmachaktionen ein deutliches Zeichen  gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Hierfür hoffen sie auf Unterstützung und auf viele Besucher. Beginn: 14 Uhr. Auch  Oberbrügermeister Eberhard Menzel hat sein Kommen zugesagt. Info-Stände und Kleinkunst sind geplant. Zudem wird  Andrea Röpke um 15.30 Uhr einen Vortrag halten.  Die Journalistin hat intensiv im neonazistischen Milieu recherchiert und an Insider-Reportagen gearbeitet. Der Gospelchor „Free Voices“ und „Annie Soulshine“ sorgen für Musik. Am Abend ab 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) heißt es dann „Laut gegen Rechts“ mit  Wilhelmshavener Bands im Pumpwerk. Auftreten werden „20 For The First“ und „New Years Theme“ sowie „Stier“ – eine Gruppe um Schauspieler Hans M.  Stier („Soko Köln“).

 

„Wir müssen Gesicht zeigen und deutlich machen, dass wir keine Rechten dulden“, sagte DGB-Gewerkschaftssekretärin Dorothee Jürgensen bei der Programmvorstellung. Am Netztwerk beteiligen sich Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, andere Organisationen und Privatpersonen. In den vergangenen Jahren hätte das überparteiliche Bündns immer nur reagiert – mit eigenen Aktionen gegen Kundgebungen und Aufmärsche rechtsradikaler Gruppierungen und Parteien in Wilhelmshaven.  Der Aktionstag soll völlig losgelöst von diesen Ereignissen ein Zeichen setzen, so Tim Sommer, Mitglied im Netzwerk.

 

Mehr lesen Sie heute in der "Wilhelmshavener Zeitung".