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23.10.2010


Windiger Tatort Wattenmeer


Echtes Naturerlebnis kann Menschen nachhaltig prägen. Diese Erfahrung habe er selbst gemacht,verriet Schauspieler Andreas Hoppe.


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Einer Meinung in Naturschutzfragen. Schauspieler Andreas Hoppe und Nationalparkverwaltungsleiter Peter Südbeck (Bildmitte, v.l., mit Imke Zwoch, NPV). Foto: Müller-Heinck

Einer Meinung in Naturschutzfragen. Schauspieler Andreas Hoppe und Nationalparkverwaltungsleiter Peter Südbeck (Bildmitte, v.l., mit Imke Zwoch, NPV). Foto: Müller-Heinck

 

Von Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven - Andreas Hoppe ist wasserfest. Der Schauspieler, der im „Tatort“ Kommissar Mario Kopper Gestalt und Stimme gibt, stellte sich gestern morgen an Deck des Forschungsbootes „Otzum“ gut gelaunt in den Regen, auf dem Kopf eine Schirmmütze a la Sherlock Holmes, wie sie auch die TV-Zuschauer an ihm kennen.

Die Nationalparkverwaltung hatte den Wahl-Berliner am Tag nach seiner Lesung im Wattenmeerhaus zusammen mit Co-Autorin und Schauspielerin Jacky Roussety eingeladen, Seeluft im noch jungen Weltnaturerbe zu schnuppern. Denn TV-Star Hoppe ist am Thema Natur- und Umweltschutz stark interessiert, engagiert sich da selbst mit Naturprojekten.

Die Fahrt im Jadebusen, für die das ICBM-Terramare-Institut die „Otzum“ mit Kapitän Jule Schmidt und Horst Hansen zur Verfügung stellte, verbanden deshalb Nationalparkamtschef Peter Südbeck, Forschungskoordinator Dr. Gerd Millat und Meeresbiologe Roger Staves mit einer Art Crash-Kurs in Sachen Wattenmeer, Biosphärenreservat und dessen einzigartiger Bedeutung als Lebensraum. Ehrenwerter Hintergedanke: Den TV-Prominenten als weiteren Botschafter für den Nationalparkgedanken und seine nachhaltige Pflege zu gewinnen. Direktes Naturerleben, wie etwa der Drei-Wochen-Trip durch kanadische Ostküstenwälder, habe auch ihn geprägt, ließ Hoppe wissen. Nicht nur jene einsame Begegnung fern einer Blockhütte, wo Bären- und Wolfsspuren einen auf andere Gedanken bringen: Da sei plötzlich aus dem Unterholz etwas auf ihn zugestürmt, er „vorschriftsgemäß“ ruhig stehengeblieben, als sich plötzlich die Geweihschaufel eines jungen Elchbullen aus dem Dickicht über ihn schob. „Der hat mich angeschnaubt und ich hab dann nach einer Weile gesagt ,Und was machen wir nun?!? – bis er abdrehte und wieder verschwand.“

Weit weniger kritisch gestern die dann doch weitgehend regenfreie Jadebusen-Tour, an deren Ende trotz sich versteckender Seehunde Hoppe buchstäblich trocken feststellte: „Ein tolles Erlebnis!“ Ab 9. November schlüpft er wieder in die Film-Rolle: „Bis Nikolaus drehen wir den nächsten Tatort.“

Mehr lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Wilhelmshavener Zeitung“.