Friesland

24.10.2018


Wie "to go" das weiße Gold verdrängt


Wenn Friesland-Porzellan 2019 schließt, wird das Andenken im Schloss in Jever bewahrt. Am Dienstag wurde das firmeneigene Museum an Prof. Dr. Antje Sander überreicht.


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Unterzeichneten gestern die Schenkungsurkunde  im Werk von Friesland-Porzellan (v. li.): Angelika Pietsch, Geschäftsführerin  Jutta Apken, Dr. Maren Siems, Prof. Dr. Antje Sander (beide Schlossmuseum) und Rita van den Berg.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Unterzeichneten gestern die Schenkungsurkunde im Werk von Friesland-Porzellan (v. li.): Angelika Pietsch, Geschäftsführerin Jutta Apken, Dr. Maren Siems, Prof. Dr. Antje Sander (beide Schlossmuseum) und Rita van den Berg. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Malte Kirchner

Varel/Jever - Der herbstlich-kalte Regen peitscht am gestrigen Dienstagmorgen in Rahling bei Varel gegen die Fenster. Wer in Jeringhave von Steinhausen kommend rechts abbiegt, muss noch ein paar Kilometer fahren, bis er einen zwölf Hektar großen Fabrikkomplex erblickt.

Links und rechts liegen Grünflächen, so weit das Auge reicht - Friesland, wie es sich der Auswärtige gemeinhin vorstellt.

Dass genau hier, in diesem Idyll, tatsächlich das bekannte Friesland-Porzellan produziert wird, würde manchen überraschen, der in der Haushaltsabteilung eines Großstadt-Warenhauses Tassen und Teller der Marke Friesland in die Hand nimmt und beim Anblick der stilisierten blauen Möwe an die Nordsee denkt. Aber es ist tatsächlich so, dass sich an diesem gewachsenen Standort, der einst ein Flakgerätelager war, seit 1953 eine Porzellanfabrik befindet, die erst zu Melitta gehörte und später eigenständig geführt wurde.

Doch diese wunderbare Unternehmensgeschichte findet, um es vorweg zu nehmen, leider kein Happy-End. Im Juli wurde bekannt gegeben, dass Friesland-Porzellan Ende März 2019 schließt. Auf den unternehmerischen folgte ein persönlicher Schicksalsschlag: Geschäftsführer Uwe Apken, der die zuvor zweimal in Insolvenz gegangene Fabrik 2005 übernahm und mit Onlineshop und Versand zu neuer Blüte führte, starb wenige Wochen nach der Mitteilung überraschend.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Mittwoch, 24. Oktober. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.