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26.09.2012


Weichenstellung für Südzentrale


160 Mitglieder zählt der Verein zum Erhalt der Südzentrale. Um das imposante Bauwerk aus der Kaiserzeit vor dem Abriss zu bewahren, bedarf es aber der Unterstützung der ganzen Stadt.


Beschmierte Wände, marode Dächer, Vandalismus: Der „Südzentrale“, ein herausragendes Beispiel für die Industriekultur der Kaiserzeit, droht der Verfall. Um die Gebäude retten zu können, muss zunächst deren Abriss verhindert werden.      FOTO:    dpa

Der "Südzentrale", ein herausragendes Beispiel für die Industriekultur der Kaiserzeit, droht der Verfall. Um die Gebäude retten zu können, muss zunächst deren Abriss verhindert werden. WZ-FOTO: Lübbe

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Jetzt gilt’s! In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie viel den Wilhelmshavenern ihre „Südzentrale“ wert ist. Der Verein zum Erhalt der Südzentrale e.V. wirbt um Spendengelder für eine „Optionsgebühr“, mit der die vom Verfall bedrohte „Keimzelle der Stadt Wilhelmshaven“ zunächst bis Ende 2013 vor dem Abriss bewahrt werden könnte.

Vereinsvorsitzender Rüdiger Nietiedt ist zuversichtlich: „Wir erfahren große Unterstützung - von vielen Bürgern, von der Stadt und auch die Wirtschaft öffnet sich. Die Südzentrale ist ein Wahrzeichen unserer Stadt. Das können wir doch nicht einfach der Abrissbirne überlassen.“

Die Südzentrale ist 1909 bis 1911 in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kaiser-Wilhelm-Brücke (am Ende der Rheinstraße) errichtet worden. Turbinen und Dampfkessel versorgten aus dem seit Ende der 1980er Jahre unter Denkmalschutz stehenden Hallenbau die Werft und später das Marinearsenal bis Ende 1993 mit Wärme.

Das ist lange her. Der Bund verkaufte den Gebäudekomplex an private Spekulanten. Heute gehört es einer Eigentümergemeinschaft aus Ibbenbüren, die den Komplex möglichst Gewinn bringend verkaufen möchte. Allerdings ohne Aussicht auf Erfolg. Nietiedt: „Die verschiedenen Käufer haben sich schlichtweg verspekuliert.“

Es droht der Abriss - der allerdings auch für die Eigentümer etliche Unwägbarkeiten in sich birgt. Zum Beispiel ist ungeklärt, was die Entsorgung von auf dem Grundstück vermuteten Altlasten kosten würde. Selbst der Verkauf eines unbebauten Areals dürfte an der Schnittstelle von Hafen zu Wohngebiet nicht einfach werden. Vor diesem Hintergrund werten es Nietiedt und seine Mitstreiter Oda Griesemann und Markus Bulla als Teilerfolg, dass die Stadt Wilhelmshaven die Abrissverfügung für das schon längst nicht mehr denkmalgeschützte Gebäude um zwei Jahre verlängert hat. „Damit gewinnen die Eigentümer Zeit - Zeit, die wir für vernünftige Verhandlungen nutzen können.“

Der Optionsvertrag, den der Südzentralen-Verein mit den Eigentümern geschlossen hat, sieht vor, dass die Ibbenbürener bis Ende 2013 auf den Abriss verzichten. Im Gegenzug zahlt der Verein 30 000 Euro, die zurück erstattet werden, wenn die Südzentrale verkauft werden kann.

Als Käufer kommt der Verein selbst nicht in Betracht. „Das würde uns bei weitem überfordern“, räumt Nietiedt ein. Sollte der Verkaufspreis allerdings auf eine vertretbare Größe schrumpfen und ein belastbares Nutzungskonzept vorliegen, müsse aus seiner Sicht die Stadt Wilhelmshaven über einen Kauf nachdenken.

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.

 


Lesen Sie den vollständigen Artikel in der "Wilhelmshavener Zeitung"
Digitale Ausgabe: WZ vom 26.09.2012
Kurzbeschreibung:

Wilhelmshaven neuer Heimathafen der Frankfurt am Main +++ Neuer Lernstandort in Varel +++ Ganztagsbetreuung an Sander Grundschulen
Seitenzahl: 36
PDF Größe: 15,6 MB
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