Friesland

10.01.2012


Wangerland: Übernachtungszahlen ok - trotz schlechten Wetters


Der Hundestrand soll durch Bepflanzung stärker abgegrenzt werden, ferner könnte es bald eine Hundefreilauffläche auf dem Gelände der Jade-Rennbahn geben.


Die wenigen Sommertagen in 2011 nutzen die Urlaubsgäste an den Stränden, wie hier in Hooksiel.     WZ-FOTO:    Lübbe

Die wenigen Sommertagen in 2011 nutzen die Urlaubsgäste an den Stränden, wie hier in Hooksiel. WZ-FOTO: Lübbe

 

Horumersiel/gra - Die letzten Zahlen liegen noch nicht vor, aber Ute Draschba, Geschäftsführerin der Wangerland Touristik GmbH (WTG), ist sicher, dass das Wangerland bei den Gäste- und Übernachtungszahlen 2011 auf dem Niveau des Vorjahres abschneidet.

Eventuell gebe es sogar ein leichtes Plus, erklärte sie auf Anfrage. 2010 wurden im Wangerland 283 672 Gäste mit fast 1,853 Mio. Übernachtungen gezählt.

Bereits im Oktober hatte Draschba ein leichtes Plus für 2011 verkündet - trotz des gefühlt schlechten Sommers. Bei den Tagesgästen gab es allerdings einen Einbruch von rund einem Fünftel.

Der positive Trend bei den Urlaubsgästen habe sich im November und Dezember bestätigt, zumal auch das Winterchaos der vergangenen beiden Jahre mit Schnee und Frost ausgeblieben sei. Offen ist, wie sich das Tourismusgeschäft zum Jahresende gestaltet hat. Da Weihnachten und Silvester/Neujahr auf Wochenenden lagen, gab es kaum Brückentage, mit deren Hilfe sich ein längerer Urlaub hätte verwirklichen lassen können. Das hat sich in den Urlaubsorten im Wangerland spürbar auf die Buchungen ausgewirkt.

Die Campingplätze in Hooksiel und Schillig haben Draschba zufolge in 2011 entgegen dem Bundestrend nur mit einem kleinen Minus bei den Gäste- und Übernachtungszahlen abgeschlossen. Auf Bundesebene habe das durchwachsene Wetter den Betreibern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bei den beiden Campingplätzen im Wangerland war es wohl von Vorteil, dass sie außendeichs liegen und daher nicht das ganze Jahr über in Betrieb sind. Im Winterhalbjahr werden sie jeweils geräumt. Die Bäcker-Shops auf den Campingplätzen sollen in diesem Jahr zu kleinen Cafes aufgewertet werden. Die WTG habe entsprechende Verträge mit der Lorenz-Bäckerei in Victorbur geschlossen, erklärte Draschba. Ihren Worten zufolge sollen die Strände in diesem Jahr als „Life guarded beaches“ zertifiziert werden, also als Strände, an den Wach- und Rettungspersonal über das Wohl der Gäste wacht.

Für Hooksiel ist ferner geplant, den Hundestrand durch Bepflanzung stärker von den benachbarten Strandabschnitten abzugrenzen. Das hätte den Vorteil, dass Urlaubsgäste ihre Vierbeiner frei laufen lassen könnten.

Im Übrigen denkt die WTG laut Draschba darüber nach, im Freizeitgelände eine Hundefreilauffläche auszuweisen. Sie sieht dafür das Gelände der Jade-Rennbahn als geeignet an, weil es außerhalb der Renntage nicht genutzt werde.

Befragt nach der kaputten Mole im Wangersiel, dem Hafen von Horumersiel, erklärte Draschba, dass der Auftrag vergeben sei und die Reparatur beginnen könne, sobald das Wetter es zulasse. Aufgrund der Bodenverhältnisse rechnet sie aber mit höheren Kosten als bislang veranschlagt, da längere Metallbohlen verwendet werden müssen. Draschba deutete an, dass das Gesamtvolumen sich bei über 300 000 Euro bewegen wird.

Die Planungen für die Mole am Außenhafen Hooksiel machten Fortschritte. In diesem Monat werde es weitere Gespräche mit der landeseigenen Hafenbetriebsgesellschaft Nports geben. Die aus der Vergangenheit vorliegenden Planungen können nach Draschbas Worten allerdings nicht ohne Weiteres übernommen werden, denn durch den JadeWeserPort hätten sich die Strömungsverhältnisse in der Jade verändert.