Wilhelmshaven

23.10.2010


Unterwegs mit einem kleinen „Wohndreirad“


Der 20-Jährige bekam das Fahrzeug zum 18. Geburtstag in restaurierungsbedürftigem Zustand. Nun nutzt er es im Stadtverkehr und kann darin schlafen.


Eick-Adrian Bothe mit dem Mini-Wohnmobil.        WZ-Foto:    Ga-Jü

Eick-Adrian Bothe mit dem Mini-Wohnmobil. WZ-Foto: Ga-Jü

Von Kristin Hilbinger


Wilhelmshaven - Von außen sieht das kleine Wohnmobil beinahe aus wie ein Kühlwagen. „Es ist dasselbe Material“, bestätigt Eick-Adrian Bothe. Aus Sandwichplatten – Isolierplatten aus Kunststoff – hat der 20-Jährige den Korpus für sein Gefährt gebaut, für das er gerade auf einer Ausstellung für Selbstausbauer in der Lüneburger Heide prämiert wurde.


Von vorne: Als Eick-Adrian Bothe 18 wurde, bekam er von seinen Eltern ein Gefährt geschenkt. Von einem Auto kann man dabei eigentlich nicht sprechen, es war ein „Ape Piaggio P2“ – ein motorisiertes Dreirad, Baujahr 1985. „Ich musste es komplett aufbereiten“, erzählt der Wilhelmshavener. Für ihn war das allerdings kein Problem. Er ist eingefleischter Handwerker und lernte durch die Arbeit jede Menge dazu.


Zurzeit macht der Tüftler eine Ausbildung zum Tischler im Betrieb seiner Eltern. Als Dienstfahrzeug ist sein Gefährt ihm ein treuer Diener.


„Es fährt 70 km/h und passt in jede noch so kleine Parklücke. Außerdem hat es als Sprinter jede Menge Stauraum“, preist er es an, als wolle er es verkaufen. Doch davon kann keine Rede sein. Schließlich hat er es in mühevoller Handarbeit innerhalb eines Jahres so aufgerüstet, dass es im Handumdrehen zu einem kleinen Wohnmobil wird.


Die (Wohn-)Kabine kann mit Hilfe von vier Männern leicht auf- und abgebaut werden. Dann müssen nur noch die Möbel angeschraubt werden, die Bothe so gebaut hat, dass sie mit einfachen Handgriffen befestigt werden können. Es gibt ein Bett – zwei Meter mal 95 Zentimeter groß. „Mein Bett zu Hause ist nur 80 Zentimeter breit“, sagt er. Es gibt viel Stauraum, einen ausziehbaren Tisch, einen Schrank, in dem die Kühlbox Platz findet, einen zweiten für den Gaskocher. Das Ganze in einem 1,50 mal 1,50 mal 2,10 Meter großem Raum.


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