Sport

02.12.2011


Tennis: Strukturreform ist Herausforderung für Regionen


Mit dem Hinweis "Unser Entwurf ist nicht in Stein gemeißelt" signalisierte der NTV weitgehend Dialogbereitschaft bei der weiteren inhaltlichen Ausgestaltung der Reform.


So sollen die neuen Tennis-Spielklassen nach Umsetzung der zweiten Stufe der Strukturreform des Niedersächsischen Tennisverbandes (NTV) aussehen.     Grafik:    Privat .

So sollen die neuen Tennis-Spielklassen nach Umsetzung der zweiten Stufe der Strukturreform des Niedersächsischen Tennisverbandes (NTV) aussehen. Grafik: Privat .

 

Wilhelmshaven/Friesland/GD - Wohin geht der Weg des Niedersächsischen Tennisverbandes? Nachdem die Stufe 1 der wohl tiefgreifendsten Umgestaltung in der Geschichte des NTV mit der Bildung der 16 Regionen abgeschlossen wurde, ist jetzt die Stufe 2 der Strukturreform auf den Weg gebracht worden.

Kernstück ist die Abschaffung der bisherigen vier Bezirksverbände und die umfassende Neustrukturierung des dezentralen Trainings-, Förder- und Wettkampfkonzepts der Jugend- und Nachwuchsarbeit. Hierbei kommt den Regionen eine Schlüsselfunktion zu: In einer Präsentation vor den Funktionsträgern der Regionen stellte der NTV in Bad Salzdetfurth sein Konzept vor.

Mit dem Hinweis „Unser Entwurf ist nicht in Stein gemeißelt“ signalisierte der NTV weitgehend Dialogbereitschaft bei der weiteren inhaltlichen Ausgestaltung der Reform. Mit Beginn des Sommertrainings 2012 fällt der Startschuss für die Umsetzung des dezentralen Förderkonzepts in den Regionen, das durch klare Aufgabenstellungen seitens des NTV gekennzeichnet ist.

Hierbei werden die Regionen besonders in die Pflicht genommen und sind neben den Regionskadern auch für das dezentrale NTV-Kadertraining zuständig. Für die Zuweisung der Fördermittel hat der NTV ein detailliertes Punktesystem entwickelt, wo neben den Mitgliederzahlen der Regionen auch die Einhaltung der NTV-Vorgaben, Trainerleistungen, Leistungskriterien wie Erfolge bei Meisterschaften und Turnieren, Kaderzugehörigkeiten und Ranglistenpositionen mit zur Bewertung herangezogen werden.

Sportliche Konkurrenz zwischen den Regionen ist ein ebenso gewollter Baustein wie die Kooperation bei der Talentförderung. Im Idealfall führt der Weg eines Talents vom Verein über die Sichtung im Jüngstenbereich und das systematische Grundlagen- und Aufbautraining durch die Regionen in das Landesleistungszentrum/Bundesstützpunkt nach Hannover. In der Praxis wird sich zeigen, inwieweit die Regionen den Anforderungen des NTV qualitativ und personell gerecht werden können.

Die verbleibenden administrativen und sportlichen Aufgaben der Bezirke sollen bis Ende des Jahres 2012 abgewickelt werden. Hier stellt sich die Frage der Akzeptanz für die nicht wenigen leistungsstarken Spieler und Spielerinnen, für die der NTV sportlich eine Ebene zu hoch ist, der Bezirk aber mit seinen Aktivitäten ein wichtiger Bezugspunkt war. Diese Lücke soll u.a. mit überregionalen Turnieren geschlossen werden.

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