Sport

07.07.2014


Tennis: Aufstiegskrimi blieb ohne Happy end


Nach den Einzeln lagen die Gastgeber mit 2:4 zurück. Ein Sieg in allen drei Doppeln zum Bundesliga-Aufstieg war zum Greifen nahe.


Ein nahezu perfektes Spiel zeigte Danijel Unger an Position zwei beim 6:4, 6:2 gegen Konstantin Krüger.      FOTO:    Altmann

Ein nahezu perfektes Spiel zeigte Danijel Unger an Position zwei beim 6:4, 6:2 gegen Konstantin Krüger. FOTO: Altmann

Von Martin Münzberger


Wilhelmshaven - Was für ein Krimi: Sieben Stunde waren an der Maadebrücke gespielt, da tropfte ein langer hoher Ball der Gäste nahe der Linie auf den Boden. „Aus“ stellten Christian Bathelt und Thomas Stolte beim Stand von 4:6, 6:4 und 4:2 im Matchtiebreak gegen Tim-Helge und Jörg Sutor vom Uhlenhorster HC fest.

Das allerdings wollten die Gäste nicht so recht glauben und besichtigten den „Tatort“.


Anschließend folgten minutenlange Diskussionen. War es der richtige Abdruck, der da inspiziert wurde? Können zwei neue Bälle den Konflikt klären? Die bei knapp 30 Grad im Schatten ohnehin schon heißen Köpfe rauchten. Die Spielordnung aber sprach eine klare Sprache. Da ein durch die Blau-Gelben im Vorfeld angeforderter Oberschiedsrichter nicht erschienen war, stand dem Mannschaftskapitän der Hamburger das Recht zu, eine Entscheidung zu fällen. Der gab den Ball gut und statt 5:2 hieß es so nur noch 4:3 für die Wilhelmshavener, die anschließend den Faden verloren und den Satz im Schnelldurchgang mit 6:10 abgeben.


Damit war eine dramatische Aufholjagd nach einem 2:4-Rückstand nach den Einzeln beendet, Uhlenhorst bejubelte den Bundesliga-Aufstieg, die Gastgeber konnten eine Saison in der Regionalliga Nord-Ost bilanzieren, die trotzdem weit besser gelaufen war als vorherzusehen war. Teammanager Horst-Dieter Eisenhauser: „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir so dicht dran waren am Aufstieg. Trotzdem ist es aller Ehren wert, was wir erreicht haben. Jetzt greifen wir im nächsten Jahr noch einmal an.“


Die Dramatik an der Maadebrücke - sie war in der Tat kaum zu überbieten. Um überhaupt noch einmal eine Chance zu haben, stellten die Gastgeber alle drei Einzel neu zusammen. Am schnellsten erledigten Mirko Bathelt und Arnd Grefe ihren Job. Beim 6:2, 6:2 ließen sie Philipp Dresewski und Laurent Garbs nie ins Spiel kommen und verkürzten auf 3:4. Und während Stolte/C. Bathelt im Matchtiebreak kurz vor dem 5:2-Durchbruch standen hatten sich auf dem Nachbarfeld Danijel Unger und Christian Sünnbold nach einem 6:4-Sieg im ersten Satz im Folgedurchgang wieder auf 3:4 herangearbeitet. Das 4:4 war also zum Greifen nahe, als sich jener fataler Ball auf die Grundlinie herabsenkte.