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12.09.2014


Südzentrale: Wagner bezieht Stellung


Andreas Wagner hat am Mittwoch seine Position zur Südzentrale präzisiert. Im Beisein von Rüdiger Nietiedt, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Südzentrale, sagte er Oberbürgermeister, dass die Stadt nicht als Ankermieter zu Verfügung steht.


WZ-Foto: Schwarzer

Wilhelmshaven/ga - Oberbürgermeister Andreas Wagner hat gestern seine Position zur Südzentrale präzisiert. Im Beisein von Rüdiger Nietiedt, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Südzentrale, sagte Wagner, dass die Stadt nicht als Ankermieter zu Verfügung steht, wenn das denkmalgeschützte Objekt vom Verein gekauft und von einem Investor saniert und um Neubauten ergänzt werden sollte. Wagner mit Blick auf ein möglicherweise in fünf Jahren benötigtes Kunstforum der Stadt: „Ich bin unverändert für einen Neubau in Eigenregie. Was ein Investor bauen kann, können wir auch selbst.“

Nach den Berechnungen der Stadt würde ein Neubau, in dem Stadtmuseum und „Kunstforum“ konzentriert werden könnten, 20 Millionen Euro kosten. Sollen dabei - wie dem Förderverein vorschwebt - große Teile der vom Verfall bedrohten Südzentrale erhalten bleiben, würde der Bau - ohne Museumseinrichtung - 30 bis 35 Millionen Euro kosten, befürchtet Wagner. Bei einem Neubau der Stadt auf dem Grundstück Südzentrale könnten nur Teile der Fassade wie der markante Giebel der ehemaligen Maschinenhalle des Kraftwerkes erhalten bleiben. Die Hallen selbst, so der OB, sollten abgerissen werden, zumal sie auch aus Sicht der Denkmalpflege nicht oberste Priorität hätten.

Nietiedt hat - wie berichtet - den Eigentümern der Südzentrale ein Kaufangebot unterbreitet. Nach den Vorstellungen des Fördervereins könnte für die Sanierung und Nutzung des Komplexes eine Genossenschaft gegründet werden. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD im Rat, Stephan Hellwig und Karlheinz Föhlinger, hatten die Überlegungen gegenüber der WZ begrüßt, und in Aussicht gestellt, dass die Stadt unter bestimmten Umständen das Projekt als Mieter unterstützen könnte, da Ausgaben an anderen Stellen wegfallen.

Wagner zeigte sich hinsichtlich der Pläne des Fördervereins skeptisch. Falls das Museum es tatsächlich schaffen sollte, im Jahr 500 000 Euro an Einnahmen zu erwirtschaften, ließe sich damit lediglich eine Investition in Höhe von rund 10 Millionen Euro finanzieren. Dem befürchteten Investitons- und Sanierungsbedarf von 30 bis 35 Millionen Euro müssten bei der Genossenschaft Einnahmen von 3 bis 3,5 Millionen Euro gegenüberstehen. Noch nicht berücksichtigt wären dabei Kosten für die Beseitigung von Altlasten und die Kampfmittelsuche auf dem Gelände.






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