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20.06.2011


Südzentrale hofft auf letzte Chance


Für die Südzentrale steht die Uhr auf fünf vor zwölf. In wenigen Monaten drohen Bagger, das Denkmal plattzumachen. Ein Verein engagierter Bürger will dies in letzter Minute verhindern.


Die 1908 fertiggestellte Südzentrale am Fuß der Kaiser-Wilhelm-Brücke war einst das größte Kraftwerk Europas.   WZ-FOTO:    Lübbe

Die 1908 fertiggestellte Südzentrale am Fuß der Kaiser-Wilhelm-Brücke war einst das größte Kraftwerk Europas. WZ-FOTO: Lübbe

Von Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven - 85 Jahre stand sie „unter Dampf“, zum 100-Jährigen hatte der Zahn der Zeit schon deutlich an ihr genagt, drei Jahre danach droht dem Pflegefall das endgültige Aus: Noch in diesem Sommer sollen Bagger die Südzentrale plattmachen, während ihre ein Jahr ältere Nachbarin, die Kaiser-Wilhelm-Brücke, mit Millionen-Spritzen wieder für die Zukunft fitgemacht wird.

 

Dem ehemaligen Kohlekraftwerk der Kaiserlichen Marinewerft hat der bestehende Denkmalschutz für das Jugendstilgebäude bislang nur Aufschub vor dem Ende gewähren können. Der Eigentümer hat inzwischen eine Abrisserlaubnis in der Hand und will entsprechend handeln.

Handeln will auch die seit zehn Jahren bestehende Initiative zum Erhalt der Südzentrale. Auf einem Symposium zusammen mit der Oldenburgischen Landschaft beschloss man am Wochenende im Marinemuseum die Gründung eines Vereins, der konstruktive Ideen und Planungen entwickeln sowie Mitteleinwerbung betreiben soll.

Dass ein starkes bürgerschaftliches Engagement dahintersteht, wurde auf der Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern - darunter etliche Ratsmitglieder - sichtbar. Engagierte Wilhelmshavener, die sich nicht erst seit gestern für ihre Stadt einsetzen, ergriffen das Wort für die Südzentrale und fanden zudem Ermunterung durch auswärtige Unterstützer.

 

Die fachliche Qualität des Symposiums ließ sich an der Mitwirkung von ausgewiesenen Experten ablesen, unter anderem aus der staatlichen Denkmalpflege, vom Museumsdorf Cloppenburg und aus der Hochschule für angewandete Wissenschaft und Kunst Hildesheim. Ihre Wertschätzung der Südzentrale übermittelten auch der Vorsitzende der Stiftung für wilhelminische Studien, Jörg Michael Henneberg und der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gottfried Kiesow.

Corinna Nickel, die seit zehn Jahren in der Initiative kämpft, konnte sich über so viel fachliche Begleitung freuen. Letztlich sei die Veranstaltung aber eine politische, betonte Moderator Prof. Dipl.-Ing. Martin Thumm. Das unterstrich in der Diskussion ein Oldenburger: Wenn man den politischen Willen der Stadt nicht initiieren könne, werde man nichts erreichen.

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.

 






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