Wilhelmshaven

05.05.2011


Stiller Zeitzeuge aus Beton kam mit Spedition


In Solingen lag der Ein-Mann-Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg bereits unter Bauschutt in einem Container. Jetzt ergänzt er die Ausstellung von Bunkersammler Holger Hiebner in Heppens.


Der Wilhelmshavener Holger Hiebner betreibt das Bunker-Museum im Luftschutzbunker an der Norderneystraße.       WZ-FOTO:    Lübbe

Der Wilhelmshavener Holger Hiebner betreibt das Bunker-Museum im Luftschutzbunker an der Norderneystraße. WZ-FOTO: Lübbe

 

Von Stephan Giesers

Heppens - Das Bild kennen die Heppenser schon: Wenn Nachbar Holger Hiebner seine Sammlung vervollständigt, fährt zumeist ein Schwertransporter in der Norderneystraße vor. Und ein Kran muss her, um neue Fundstücke abzuladen.

Der Wilhelmshavener sammelt Bunker. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich mit der Geschichte dieser stillen Zeitzeugen.

 

Sein neuestes Fundstück ist erst vor kurzem aus Solingen eingetroffen: Eine Splitterschutz-Zelle. „Hersteller Dywidag, dreieinhalb Tonnen Stahlbeton“, fachsimpelt Hiebner. Jetzt ergänzt die Zelle die Sammlung auf dem Gelände vor dem Luftschutzbunker an der Norderneystraße, den Hiebner vor neun Jahren gekauft hat und seither als Privatmuseum erhält. Dokumente, Fotos, Gegenstände aus der Zeit des Krieges stellt er aus.

Während des Zweiten Weltkrieges standen viele dieser Minibunker zum Beispiel vor Fabriken. Sie sollten Wachmännern Schutz bieten vor Tieffliegerangriffen. Eine Person fand in diesen engen Zellen Platz. Daneben steht ein Splitterschutzunterstand, den sich der Wilhelmshavener ebenfalls gesichert hat. Ein weitere Ein-Mann-Bunker steht zudem seit zwei Jahren auf Hiebners Grundstück am Museumsbunker. „Der schlummerte am Banter See unter der Erde.“

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