Wilhelmshaven

15.10.2018


Sieben Menschen lernen die Mühle kennen


Jungmüller ließen sich die Funktionsweisen und Eigenheiten der Sengwarder Mühle erklären.


Die neue Generation von Jungmüllern mit Ausbilder Jan Eiklenborg (v.li.) Kirsten Tiemann (Inhaberin der Mühle) sowie Tochter Karolin und Vater Bernhard Tiemann.    WZ-Foto:    Lübbe

Die neue Generation von Jungmüllern mit Ausbilder Jan Eiklenborg (v.li.) Kirsten Tiemann (Inhaberin der Mühle) sowie Tochter Karolin und Vater Bernhard Tiemann. WZ-Foto: Lübbe

Sengwarden/sur/ - Es knarzt im Gebälk, als die sieben angehenden Müller die hölzernen Stiegen bis in die oberste Haube der Sengwarder Mühle hochklettern. An dicken Tampen halten sie sich fest, um die schmalen und steilen Stufen unfallfrei bewältigen zu können.

Hier oben riecht es nach Holz, es ist eng. Leicht geduckt stehen die fünf Männer und zwei Frauen und lassen sich von Müllermeister Jan Eiklenborg die Funktionsweise und die einzelnen Teile wie Kammrad, Achse oder Kronrad im obersten Dachwerk der Mühle erklären.


Es ist Teil der freiwilligen einjährigen Ausbildung zum Müller an der Volkshochschule Leer. Neben der Funktionalität einer Windmühle lernen die Kursteilnehmer alles über Getreide, Schrotung und Wetterkunde wie Windrichtung und so weiter.


Der Ansporn für diese Ausbildung ist für die Teilnehmer dabei ganz unterschiedlich. Hans-Werner Janßen und sein Schwager Jörg Meyerhoff sind aus Südcoldinne aus der Gemeinde Großheide. „Unsere dortige Mühle sollte durch die Stadt verkauft werden. Da hat sich kurzfristig ein Verein zum Erhalt der Mühle gegründet, da wir nicht wollten, dass die Mühle dann eventuell abgerissen wird“, sagen die beiden.