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25.10.2013


Sicherheit der Schüler gefährdet


Die Eltern vermissen die Umsetzung des Schulwegeplans vor allem an der Freiligrathstraße. Rund um die Bushaltestellen gebe es immer wieder gefährliche Situationen.


Wenn mittags viele Schüler gleichzeitig an der  Freiligrathstraße in den Bus steigen wollen, komme es immer wieder  zu gefährlichen Situationen, kritisiert der Schulelternrat des Neuen Gymnasiums.     WZ-FOTO:    Lübbe

Wenn mittags viele Schüler gleichzeitig an der Freiligrathstraße in den Bus steigen wollen, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, kritisiert der Schulelternrat des Neuen Gymnasiums. WZ-FOTO: Lübbe

 Von Ursula Grosse Bockhorn

Wilhelmshaven - Ein ganz normaler Mittag an der Freiligrathstraße: Ein Pulk von Jugendlichen umlagert die Bushaltestellen auf beiden Straßenseiten. Zwei Verkehrshelfer der Stadtwerke Verkehrsbetriebe sorgen allein schon durch ihre Anwesenheit dafür, dass alle vorschriftsmäßig die Straße überqueren. Gefährlich wird es eher, wenn Radfahrer auf dem Radweg an der Bushaltestelle vorbei wollen. Sie müssen schon mit Nachdruck klingeln, damit die Schüler den Weg frei machen. Am Ende eines langen Unterrichtstages können sie ihren Mitteilungs- und Bewegungsdrang nur noch schwer zügeln.

„An anderen Tagen ist hier noch viel mehr los“, sagt Gesche Marxfeld, Vorsitzende des Schulelternrats. Ihr und ihren Stellvertretern Frank Hansmann und Katrin Dabeler bereitet die Situation an den Bushaltestellen Sorgen. Sie sehen die Sicherheit der Schüler gefährdet. An Tagen, an denen noch mehr Schüler gleichzeitig Unterrichtsschluss hatten, haben sie selbst und auch Anwohner manche brenzlige Situation beobachtet. Und wie soll es erst zum Winter werden, wenn kaum noch Schüler mit dem Rad zur Schule kommen? Richtig gefährlich wird es nach ihrer Beobachtung auch, wenn der Schulbus gleichzeitig mit dem Linienbus ankommt. Wird auch noch ein Gelenkbus als Schulbus eingesetzt, versperre dessen Heck den Zebrastreifen und sogar die Kreuzung Freiligrathstraße/Mühlenweg.

Ihre Besorgnis hatten die Elternvertreter in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Andreas Wagner kundgetan (die WZ berichtete). Außer seiner Äußerung bei der offiziellen Eröffnung des Neuen Gymnasiums, dass die Verwaltung sich kümmern werde, habe es noch keine Antwort gegeben, so Gesche Marxfeld. Den Eltern geht es inzwischen „um die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wird“, so Frank Hansmann. „Man gibt uns das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden“, kritisiert auch Katrin Dabeler das Verhalten der Verwaltungsspitze. „Wir handeln hier nicht zu unserem Vergnügen, sondern weil es uns um die Sicherheit der Schüler geht.“ Und dabei sehen sich die Elternvertreter nicht nur als Sachwalter der Gymnasiasten, sondern auch der Grundschule und der Förderschüler, die alle am Campus zusammenkommen sollen.