Top-Thema

09.08.2013


Schulstart am Neuen Gymnasium


Auch am NGW begann gestern die Schule. Das WZmobil ließ vor allem Schüler zu Wort kommen, die ihre Meinung zum neuen Lernort äußerten.


Wo muss ich hin? Schüler orientieren sich an Tafeln im Eingangsbereich.      WZ-FOTO:    Bjoern Luebbe

Wo muss ich hin? Schüler orientieren sich an Tafeln im Eingangsbereich. WZ-FOTO: Bjoern Luebbe

 

Von Ursula Grosse Bockhornund Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven - „Es ist toll geworden“, so Gesche Marxfeld. Als Elternratsvorsitzende hat sie die Entwicklung des Bauvorhabens verfolgt, das seit gestern als Neues Gymnasium (so der vorläufige Arbeitstitel) seine Türen öffnete.

Jetzt hoffe sie, dass in der neuen Schule ein neuer Geist Einzug halten möge und dass sich für die Schüler neue Schulchancen auftun, sagt sie, als das WZmobil auf dem Schulhof Station macht.

Hans-Jürgen Kempcke betrachtet die Schule aus baulicher Sicht. Der ehemalige SPD-Ratsherr war von Beruf Architekt. Die Entscheidung, Umbau und Erweiterung der alten Kasernengebäude in die Hände des Eigenbetriebs Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS) zu legen, habe sich ebenso als richtig erwiesen wie die für den Architektenwettbewerb. Und mit Hartmut Gundlach habe es auch den richtigen Projektleiter gegeben. Energetisch und bautechnisch sei Vorbildliches entstanden, urteilt der einstige Max-Planck-Schüler.

Alisha Redelfs dagegen ist enttäuscht. Die ehemalige Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums hat sich „was anderes erhofft“. Ihr ist der Neubau zu kalt. Und da sie als Oberstufenschülerin im Gebäude Mühlenweg 59 Unterricht hat, fühlt sie sich von ihren Freunden abgeschnitten. Ihre Klassenkameradin Sophia Gerdes urteilt etwas gnädiger: „Modern, schön ausgestattet, aber gewöhnungsbedürftig“. Lars Harms, Jahrgang 12, gefällt der neue Lernort ebenfalls noch nicht. „Unübersichtlich und das Oberstufengebäude ist nicht modernisiert.“

„Ich finde, das ist ein sehr gelungenes Design, die Verbindung von Modernem mit den alten Gebäuden“, sagt dagegen Philipp Wandersee, zwölfte Klasse und ebenfalls früher KKG. „Sehr groß, sieht gut aus“, bestätigt Tomke Rötzer (Klasse 11) und Chung Le aus dem gleichen Jahrgang meint: „Ich habe erst gedacht, man verirrt sich, aber es ist durchaus übersichtlich.“

Joelina Schipper (Klasse 12), zuvor KKG-Schülerin, hat bereits im vergangenen Schuljahr einen Kurs im Altbau des Neuen Gymnasiums besucht. Der Umbau „sieht ziemlich gut aus, deutlich anders als vorher“, befindet sie.