Wilhelmshaven

20.04.2011


Schneller löschen im Känguru-Betrieb


Am Hannoverkai montieren Fachleute derzeit die beiden neuen Krane für die Niedersachsenbrücke. Sie werden über 70 Meter hoch.


Blick durch einen der Ausleger auf die beiden Krane .    WZ-FOTO:    Lübbe

Blick durch einen der Ausleger auf die beiden Krane . WZ-FOTO: Lübbe

 

Von Michael Halama

Wilhelmshaven - Blau-grau und massig ragen die beiden großen Bauteile am Hannoverkai in den Himmel. Zehn Männer montieren hier seit Mitte März zwei Krane, die künftig auf der Niedersachsenbrücke stehen sollen - der „alte“ Kran wird dann zwischen ihnen seinen Dienst tun.

Dieser Tage wurden die Teile für die Ausleger gebracht; sie sind je 62 bzw. 38 Tonnen schwer. Geliefert wurden die sperrigen Stahlkonstruktionen für die Neubauten per Schiff; hergestellt wurden sie von Ardelt im Brandenburgischen Eberswalde und Partnerunternehmen.

Das Traditionsunternehmen (hier noch durch Krupp-Ardelt Kranbau bekannt) ist bei sogenannten Doppellenkerkranen Weltmarktführer. Von Rhenus Midgard wurden zwei Doppellenkerwippdrehkrane als „Kängurukrane“ mit integriertem Bunker (Lagerraum, Anm. d. Red.) bestellt. Hier landet die Kohle zügig „wie in einem Kängurubeutel“ vor dem Kran, bevor sie auf dem Förderband weiter an Land transportiert wird. Doppellenkerkrane bewegen auch bei Änderung der Auslage die Last annähernd horizontal - auch so geht das Entladen der Schiffe schneller.

Zwei große Portale, auf die die Drehkrane gestellt und schienengeführt auf der Niedersachsenbrücke bewegt werden können, werden demnächst geliefert und ebenfalls am Hannoverkai montiert. „Ein Kran wird etwa 1000 Tonnen wiegen“, sagt Baustellenleiter Friedhelm Hagemann. „Er ist dann über 70 Meter hoch und kann bis 55 Meter auslegen.“ Frühestens Ende Juli soll alles mit dem Schwimmkran „Samson“ zur Niedersachsenbrücke gebracht werden. Für Hagemann und seine Männer bleibt bis Jahresende noch einiges zu tun.

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