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20.10.2010


Red Devils sind in der Stadt


Der Motorradclub hat einen Chapter in Wilhelmshaven gegründet. Wo die Rocker ihr Domizil haben, ist noch nicht bekannt.


Die "Red Devils" haben ein Charter in Wilhelmshaven gegründet.

 

Wilhelmshaven/kle - Das Gerücht geht schon länger in Wilhelmshaven um. Nun ist es wohl Realität geworden. Der Motorradclub „Red Devils“ hat in Wilhelmshaven einen Standort, einen sogenannten Chapter, gegründet. Wo die Rocker ihr Domizil haben, ist bisher nicht bekannt.

Dass es den Club in Wilhelmshaven gibt, wird in Rockerkreisen bestätigt. Auch Gästebucheinträge auf der Internetseite des Clubs belegen das. „Hallo Brüder, herzlich Willkommen RDMC/P Wilhelmshaven in der rot- weißen Familie“, heißt es dort unter anderem.

 

„Rot – Weiß – 8 – 1 – in Verbindung zu uns und jeder weiß, was das heißt“, lautet eine Zeile im Lied der „Red Devils“, das auf ihrer Homepage zu hören ist. Hinter den Farben und der „81“ verbergen sich die „Hells Angels“, als deren Unterstützer die „Red Devils“ gelten.

Im August hatte sich ein Mitglied des Motorradclubs „Gremium Wilhelmshaven“ zu den Plänen der „Red Devils“ geäußert, sich hier niederlassen zu wollen. „Wilhelmshaven ist eine Gremium-Stadt“ und „Wir wollen hier keine roten Farben“, hatte er erklärt.

 

Die Zahl der „Red Devils“- Chapter wächst auch andernorts. Unter anderem ließen sich die „roten Teufel“ in Leer, Oldenburg und Vechta nieder. Auch dort hatte bisher der „Gremium MC“ die Oberhand. Unter anderem in Oldenburg kam es deswegen zu Auseinandersetzungen zwischen ­Rockern.

Die „Red Devils“ haben dem Vernehmen nach in den vergangenen Monaten verstärkt versucht, in Wilhelmshaven und Umgebung Mitglieder aus anderen Motorradclubs abzuwerben. Unter anderem haben ehemalige „Gremium“-Mitglieder ihre Farben bereits gewechselt.

 

Von gewalttätigen Konflikten zwischen den einzelnen Rockerclubs ist nach Polizeiangaben in Wilhelmshaven bisher nichts bekannt.

 

„Die Polizei hat ein wachsames Auge. Bisher ist aber alles ruhig“, sagte Polizeisprecher Klaus­-Rüdiger Harms.