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19.12.2011


Rechtsradikaler drohte mit Gasexplosion


Ein 25-jähriger Neonazi hielt Polizei und Feuerwehr fast drei Stunden in Atem. Er drohte, Haus und Mitbewohner in die Luft zu sprengen.


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In diesem Haus in der Emsstraße drohte am Sonnabend ein Bewohner, sich und das Haus in die Luft zu sprengen. WZ-FOTO: Knothe

Wilhelmshaven/zy - Ein 25-jähriger Mann aus der Emsstraße hat am Sonnabend um die Mittagszeit die Polizei und die Feuerwehr fast drei Stunden in Atem gehalten. Er hatte gegen Mittag über Notruf angedroht, das Haus, in dem er wohnt, und seine Mitbewohner mit einer Gasexplosion in die Luft zu sprengen.

 

Nach Informationen der „Wilhelmshavener Zeitung“ handelt es sich bei dem 25-Jährigen um einen wegen Brandstiftung vorbestraften Mann mit rechtsradikalem Hintergrund. Er war in den vergangenen Wochen untergetaucht, nachdem im Zusammenhang mit einer Raubstrafttat gegen ihn ein Haftbefehl ausgestellt worden war. Die Polizei riegelte nach der Explosions-Drohung den Ort des Geschehens aus Sicherheitsgründen weiträumig für den Verkehr ab.

 

Ärgerlich war für die Polizei, dass mehrere Verkehrsteilnehmer auf diese Maßnahme mit Unverständnis reagierten. Nachdem die Drohung eingegangen war, evakuierte die Polizei das Haus, rief die GEW auf den Plan, die sofort den Gashahn für das Haus zudrehte. Zudem wurden Spezialkräfte angefordert. Unter den Evakuierten war Peter Z. (Name geändert), der seit mehreren Jahren in dem Haus Emsstraße 60 wohnt.

 

Er berichtete, dass sein 25-jähriger Nachbar schon einmal mit einer Explosion gedroht hatte. Das bestätigte der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland, Polizeidirektor Klaus-Dieter Schulz. Der Vorfall sei im August dieses Jahres gewesen. Der Mann, den Schulz als „geistig leicht verwirrt und alkoholisiert“ bezeichnete, gab, noch bevor die Spezialkräfte eintrafen, schließlich auf.

 

Er wurde in Gewahrsam genommen. Nach Auffassung von Schulz wird er nicht wieder in seine Wohnung zurückkehren. An der groß angelegten Polizeiaktion waren unter anderem die Polizei, die Feuerwehr und der Malteser Hilfsdienst beteiligt.